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Girls' Day an der HRW: Forschergeist wecken, Ingenieurberufe entdecken

26.04.2012 - (idw) Hochschule Ruhr West

Der Girls Day ist Deutschlands größtes Berufsorientierungsprojekt für Mädchen. Neben vielen Mülheimer und Bottroper Unternehmen lud auch die Hochschule Ruhr West Schülerinnen ab der fünften Klasse dazu ein, interessante Berufe und Studiengänge zu entdecken. Über 110 Teilnehmerinnen nutzten die Angebote der HRW in Mülheim an der Ruhr und Bottrop. Ingenieurin ist ein so spannender und abwechslungsreicher Beruf das möchten wir den Mädchen zeigen. Viele Mädchen denken gar nicht über technische Berufe nach, obwohl sie in der Schule oft besser in Mathematik sind als ihre Mitschüler. Ein Studium würden sie daher sehr gut meistern. Wir möchten den Mädchen Mut machen, sich Technik zuzutrauen und ihnen ganz viele interessante Berufsmöglichkeiten vorstellen, sagt Prof. Dr.-Ing. Susanne Staude, Professorin im Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft und Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Ruhr West.

Ihre Kollegin, Prof. Dr. Miriam Primbs, ergänzt: Die Industrie braucht Naturwissenschaftler und Ingenieure Männer und Frauen um in die Entwicklung zu investieren, Innovationen voran zu bringen. Und obwohl Mädchen gute Voraussetzungen für technische Berufe mitbringen, sind sie dort noch immer unterrepräsentiert. Viele Unternehmen setzen aber auf das Potenzial von Frauen, fachlich wie mit ihren sozialen Kompetenzen. Nutzt diese Chance!

Beim Girls Day an der Hochschule Ruhr West übernehmen Professorinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen die Rolle der Vorbilder. Neben ihrem fachlichen Wissen geben sie ihre eigenen Erfahrungen weiter, erzählen von ihren Aufgaben, ihrem Lebensweg; sie beantworten die Fragen der Mädchen und zeigen auch, wie Familie und Beruf gut zu meistern sind.

Um die fachlichen Kenntnisse zu vermitteln, um zu zeigen, dass Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik viel Spaß machen können, um den Forschergeist zu wecken, fanden am Campus Mülheim an der Ruhr und am Campus Bottrop verschiedene Workshops statt:

Campus Mülheim an der Ruhr

Im Workshop Mit Lineal und Zirkel zur Baumeisterin führte die Reise ins Frankreich des Mittelalters, wo Teilnehmerinnen ab der neunten Klasse einfache geometrische Prinzipien kennen lernten, indem sie phantasievolle gotische Ornamente mit Lineal und Zirkel konstruierten.

In den Projekten des Instituts Mess- und Sensortechnik wurden die Teilnehmerinnen zu Entwicklerinnen! Unter Anleitung wissenschaftlicher Mitarbeiter/-innen entwickelten sie selbstständig eigene Hardware für ein Kurzwellen-Retro-Radio, elektronische Würfel mit LEDs oder einen Ultraschallabstandswarner.

Am Institut Maschinenbau lernten unter Anleitung von Prof. Katja Rösler Maschinen laufen. Gehroboter bewegen sich über Beine vorwärts. Die Bewegungen dieser Beine sind dem Menschen oder mehrbeinigen Tieren nachempfunden (Bionik). Die Schülerinnen lernten die dahintersteckende Mechanik kennen, die prinzipiellen Schreitmechanismen, typische Anwendungsfelder und die Regelungen und Steuerungen von Robotern.

Campus Bottrop

Gemeinsam bauten Prof. Susanne Staude, Prof. Jens Paetzold und Annette Wolf mit den Schülerinnen der Klassen 10 bis 13 eine kommerzielle Kleinwindanlage auf. Damit kann gemessen werden, wie viel Strom produziert wird. Die Anlage hat einen 15 m hohen Mast und sie wurde gemeinsam aufgestellt. Mit professionellen Messgeräten messen wir den Strom, den sie produziert. Wir können verstehen, wie eine Windkraftanlage funktioniert und wie gut sie arbeiten kann.

Wie entwirft und entwickelt man ein iPhone, Spielkonsolen oder intelligente Fernsehgeräte und was macht ihren Erfolg aus? Diese Projektegruppe rund um Prof. Ioannis Iossifidis wirkte am Entwurf eines intelligenten Haushaltsgerätes mit. Verwendet wurden die Sensoren der Spielekonsolen Wii (Wiimote), Xbox (Kinect) und PlayStation (Move).

Bei der Aktion Roboter erkunden den Mars konnten Teilnehmerinnen der Klassen fünf bis sieben mit Lego Mindstorms Robotern experimentieren, sie fahren, tanzen und Signale senden lassen. Mit den gesammelten Erfahrungen wurde eine kleine Marserkundung simuliert. Betreut wurden die Mädchen von Cornelia Geyer, Mathematikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts Informatik an der HRW.

Psst, streng geheim waren die Botschaften, die Prof. Marc Jansen mit seinen Teilnehmerinnen übermittelte. Er zeigte Mädchen der Klassen acht bis zehn wie geheime Botschaften verschlüsselt übertragen werden können und wie sie wieder entschlüsselt werden.

Beim Workshop Mein persönlicher MP3-Player wurden Aspekte der Mensch-Computer-Interaktion und Bildbearbeitung nicht nur vorgestellt, sondern praktisch ausprobiert. Gemeinsam mit Prof. Stefan Geisler bauten die Teilnehmerinnen der Klassen elf bis 13 einen MP3-Player für den PC, den sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen konnten.

Der Girls Day bietet Schülerinnen Unterstützung in ihrem Berufsorientierungsprozess, indem er ihnen einen praktischen Einblick in Berufsfelder ermöglicht, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Das sind vor allem technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe. Mädchen können an diesem Tag durch den Besuch von Unternehmen, Betrieben und Forschungszentren einen Eindruck vom Arbeits- oder Studienalltag erlangen und durch Mitmach-Angebote ihre praktischen Fähigkeiten entdecken. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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