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Fortschritte im Bologna-Prozess sind Thema der Beiträge zur Hochschulforschung 1/2012

26.04.2012 - (idw) Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

Die aktuelle Ausgabe 1/2012 der "Beiträge zur Hochschulforschung" befasst sich mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Dabei kommen nicht nur Wissenschaftler zu Wort, sondern auch Praktiker, die von den Erfahrungen mit der Umsetzung an ihren Hochschulen berichten. Mit den Erfahrungen der Studierenden im Bachelorstudium befasst sich der Artikel der Konstanzer Wissenschaftler Tino Bargel, Michael Ramm und Frank Multrus. Ihre Beobachtung: Die Ziele des Bologna-Prozesses wie Internationalität, Mobilität, kontinuierliche Leistungsanerkennung und bessere Berufsbefähigung sind richtig und werden auch von den Studierenden geteilt. Doch über entscheidende Faktoren klagen sie zu Recht. Studierende, besonders im Bachelorstudium, erfahren zu oft einen unübersichtlichen Studienaufbau mit wenig abgestimmten Modulen, ein hartes, intransparentes Prüfungssystem, eine fortlaufende, strikte Leistungsüberprüfung mit einem hohem Sanktionsgrad ohne Flexibilität und eigene Wahlmöglichkeiten. Die Aussagen der Wissenschaftler beruhen auf einer Langzeitstudie, für die seit 1982 regelmäßig Studierende befragt werden.

Olivia Key und Christoph Seeßelberg von der Hochschule München sind weitere Autoren der aktuellen Beiträge zur Hochschulforschung. Sie beschreiben die vergleichsweise reibungslosere Einführung an den Fachhochschulen und warum diese von der Reform und den damit verbundenen hochschulpolitischen Veränderungen profitieren konnten in Bezug auf die Vergrößerung des Studienangebots, die Erhöhung der Aufstiegschancen ihrer Absolventen sowie die Steigerung der Mobilität. Das alles hat zu einer Aufwertung der Fachhochschulen geführt.

Wie das Management der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München die Umsetzung des Prozesses auf Hochschulebene steuerte, ist Thema des Artikels von LMU-Vizepräsident Christoph Mülke. Ebenfalls für die LMU schildert der ehemalige Bologna-Beauftragte Oliver Jahraus, wie die strengere Reglementierung insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern zu Problemen führte, da man an der freien Kombinierbarkeit von Haupt- und Nebenfächern sowie der Vermeidung von Überschneidungen festhalten wollte.

Mit Rosalind Pritchard wirft der Leser einen Blick über den deutschen Tellerrand. Die britische Wissenschaftlerin zeigt, dass Großbritannien einen sehr eigenständigen Weg der Hochschulpolitik in Europa verfolgt, und viele Entwicklungen in Studium, Lehre und Qualitätssicherung zeitlich früher und unabhängig vom Bologna-Prozess erfolgten. Die vermeintliche Orientierung am angelsächsischen Studienmodell ist vor diesem Hintergrund differenzierter zu sehen.

Die Beiträge zur Hochschulforschung sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien und Überblicksartikel, die ein anonymes Peer Review-Verfahren durch¬laufen haben.

Die Ausgabe 1/2012 kann entweder in gedruckter Form per E-Mail (sekretariat@ihf.bayern.de) bestellt oder über die Homepage www.ihf.bayern.de als pdf-Datei herunter geladen werden. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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