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Koschere Gummibärchen mit RFID-Tag und ein antiquierter Radioapparat mit iPad im Sockel

02.05.2012 - (idw) Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Neue Medien sind aus Museen nicht mehr wegzudenken, denn das Publikum will nicht nur schauen, sondern selbst anfassen und interaktiv erleben. Ein Team der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hat in enger Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin moderne Informations- und Kommunikationstechnologien für ein mobiles Museum aufbereitet. Es ist am Freitag, 4. Mai 2012, an der Albrecht-Dürer Oberschule in Neukölln an den Start gegangen und wird in den nächsten Monaten Schulen im ganzen Bundesgebiet besuchen. Sämtliche Module des mobilen Museums sind mit innovativer Technologie ausgestattet, die es den Schülerinnen und Schülern erlaubt, in jüdische Lebenswelten einzutauchen und sich interaktiv damit auseinanderzusetzen. Koschere Gummibärchen oder das Schofar, ein altes Musikinstrument, sind beispielsweise mit RFID-Tags bestückt, sodass via Bluetooth-Schnittstelle und mit Hilfe eines iPads weitere Informationen beschafft werden können. Ein antiquierter Radioapparat lädt dank iPad im Sockel zum Quiz über Religion und Gesellschaft ein; die Fragen wechselt man mit dem Drehregler, dazu hört man Rauschen und Tonfetzen. Ebenfalls mit Hilfe von iPads kann in Tagebüchern von sechs jüdischen Jugendlichen geblättert werden, Videos und Interviews inklusive.

Die besondere Herausforderung für das Team der HTW Berlin bestand darin, eine robuste und einfach handhabbare Technologie zu entwickeln, die außerdem eine Woche ohne externe Stromversorgung in Schulen betrieben werden kann. Speziell dafür wurde ein zweistufiges Akkukonzept entwickelt, sodass die Module nur während der kurzen Wege im Transporter aufgeladen werden müssen. Das mobile Museum ist inhaltlich und technisch ein Referenzprojekt geworden und wird völlig neue Formen der Museumsarbeit mit Schulklassen und Jugendeinrichtungen ermöglichen, freut sich Prof. Dr. Jürgen Sieck, der wissenschaftliche Leiter des Projekts. Erste Tests mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schultypen und Altersstufen haben bereits gezeigt, dass die interaktiven Module gerne genutzt werden und die Jugendlichen keine Schwierigkeiten hatten, diese zu bedienen.

Das mobile Museum entstand in Kooperation zwischen der HTW Berlin und dem Jüdischen Museum Berlin im Rahmen des Forschungsprojekts Hardware und Multimediatechnik zur Entwicklung eines mobilen Museums (HardMut). Es wurde durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Ihre Ansprechpartnerinen für Fragen zum Thema:

Dr. Regina Franken-Wendelstorf, Projektkoordinatorin an der HTW Berlin
E-Mail: R.Franken@HTW-Berlin.de

Michaela Conen, Projektkoordinatorin im Jüdischen Museum Berlin
E-Mail: m.conen@jmberlin.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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