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RUBIN: Schüler testen aber richtig

18.05.2012 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Wo liegen beim einzelnen Schüler Schwächen, was kann er besonders gut? Wie kann man ihn individuell fördern? Um die Leistungen und Fähigkeiten der Schüler verlässlich einzuschätzen, reichen vage Eindrücke meist nicht aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gute pädagogische Individualdiagnostik. Wie die funktioniert, zeigt Prof. Dr. Joachim Wirth vom Lehrstuhl für Lehr- und Lernforschung in einem selbst entwickelten Studienbrief. Über seine Arbeit berichtet RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität. Schüler testen aber richtig
Gute Förderung ist nur mit guter Diagnostik möglich
RUBIN: Lehr- und Lernforscher hat Studienbrief zum Thema entwickelt

Marie stockt beim Lesen, Finn schmollt bei der Gruppenarbeit, Simon bekommt hektische Flecken während des Mathe-Tests jeden Tag prasseln unzählige Eindrücke auf Lehrer ein. Dabei den Überblick zu behalten, ist bei Klassen mit 30 Schülern eine Herausforderung: Wo liegen beim einzelnen Schüler Schwächen, was kann er besonders gut? Wie kann ich ihn individuell fördern? Um die Leistungen und Fähigkeiten der Schüler verlässlich einzuschätzen, reichen vage Eindrücke meist nicht aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gute pädagogische Individualdiagnostik. Wie die funktioniert, zeigt Prof. Dr. Joachim Wirth vom Lehrstuhl für Lehr- und Lernforschung in einem selbst entwickelten Studienbrief. Über seine Arbeit berichtet RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität, in seiner aktuellen Ausgabe.

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Zahl statt Note

In der Individualdiagnostik der Einschätzung des einzelnen Schülers oder der einzelnen Schülerin kommen Testinstrumente zum Einsatz, mit deren Hilfe Lehrer sowohl die Fachleistungen in den Blick nehmen, als auch, wie motiviert oder sozial eingestellt ein Schüler oder eine Schülerin ist. Sie fragen Merkmale ab, die für die schulische Leistung relevant sind. Diese Tests haben einen großen Vorteil: Sie sind objektiv und helfen, Informationen systematisch zu sammeln. Am Ende eines individualdiagnostischen Tests steht keine Note, sondern eine Zahl: Max hat eine Lesegeschwindigkeit von 835 oder Hannahs Testängstlichkeit liegt bei 3,5. Und hier fangen die Schwierigkeiten schon an: Diese Zahl an sich ist ja nichtssagend ich muss wissen, was sie bedeutet und wie sie zustande gekommen ist, sagt Prof. Dr. Joachim Wirth.

Studienbrief beantwortet Fragen

Ziel seines Studienbriefes Individualdiagnostik ist es, Lehrkräften näher zu bringen, wie Ergebnisse aus solchen Tests wie z. B. die Lesegeschwindigkeit von 835 interpretiert werden können. Ist die 835 jetzt gut oder schlecht, wie schneiden gleichaltrige Kinder im Durchschnitt ab? Welches Testinstrument eignet sich für mein Fach, was macht eine gute Testung aus, wie interpretiere ich die Testergebnisse, und wie kann ich selbstständig einen Test entwickeln all diese Fragen werden im Studienbrief Individualdiagnostik beantwortet. Der Studienbrief kann in verschiedenen Lern-Settings benutzt werden: im klassischen Uni-Seminar, auf Lehrerfortbildungen oder im Selbststudium. Am Ende profitieren alle Schüler, Eltern und Lehrer: Je besser ausgebildet der urteilende Lehrer oder die urteilende Lehrerin ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Urteil die Realität abdeckt, erklärt Joachim Wirth. Wenn die Lehrkraft also durch ein standardisiertes Testinstrument genau weiß, wo Stärken und Schwächen liegen, kann sie den Schüler optimal fördern und gelangt zudem zu einem objektiven Urteil, das sie jederzeit gegenüber anderen zum Beispiel Eltern rechtfertigen kann.

Themen in RUBIN Frühjahr 2012

In RUBIN Frühjahr 2012 finden Sie außerdem folgende Themen: Leuchtende Nanopartikel aus der Mikrowelle; Griechische Wissenschaft in Arabischer Sprache; Was die Materie zusammenhält; Gen-Getümmel im Ozean - Forscher entschlüsseln die Funktion unbekannter Proteine; Wat hasse gesacht? Sprachwissenschaftler nehmen das Ruhrdeutsch von heute und damals unter die Lupe; Pantomime der Roboter; Ganz wie der eigene Knochen Materialforscher entwickeln Herstellungsverfahren für poröse Implantate; Mit dem Eiswürfel ins ferne Weltall schauen; Batterie entsalzt Meerwasser. RUBIN ist zum Preis von 4,- Euro in der Stabsstelle für Strategische PR und Markenbildung der RUB erhältlich und online unter http://www.rub.de/rubin.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Joachim Wirth, Lehrstuhl für Lehr- und Lernforschung, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28728, E-Mail: Joachim.Wirth@rub.de

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Redaktion: Dr. Maren Volkmann jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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