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Gesucht: 1.000 Arten: Universität Hohenheim startet Mitmach-Inventur rund ums Schloss

06.06.2012 - (idw) Universität Hohenheim

Die Universität Hohenheim besitzt den wahrscheinlich artenreichsten Campus. Am 15. Juni 2012 will sie es genau wissen und ruft zur großen Artenzählung auf Rund 100 Studierende und sieben Dozenten sind bereits dabei und jeder, der will, kann sie unterstützen: am Freitag, den 15. Juni ab 13:00 Uhr treffen sich biologisch versierte Menschen und blutige Laien zur großen Arten-Inventur rund um Schloss Hohenheim. Ziel: Mindestens 1.000 Arten. Treffpunkt: Haupteingang Schloss Hohenheim, Südseite. Anlass: der GEO-Tag der Artenvielfalt, der offiziell allerdings erst am Folgetat stattfindet. Initiiert ist die Aktion von der Gruppe Greening Hohenheim und Prof. Dr. Johannes Steidle.

Mit ihrer Aktion verfolgen die Initiatoren zwei Ziele: Wir möchten einen besseren Überblick über das Artenvorkommen auf dem Universitätsgelände. Wir möchten den Menschen aber auch die Augen für die lebendige Vielfalt rund um das Schloss öffnen, erklärt Diana Genius.

Genius ist Vorsitzende der studentischen Gruppe Greening Hohenheim. Und zusammen mit Prof. Dr. Steidle vom Lehrstuhl für Tierökologie haben sich die Studierenden ein hohes Ziel gesteckt: Am Abend des 15. Juni wollen sie mindestens 1.000 Vögel, Pflanzen oder Insekten auf ihren Listen stehen haben.

Von der Vielfalt her dürfte das kein Problem sein, meint Tierökologe Prof. Dr. Steidle. Die Herausforderung besteht eher darin, die 1000 Arten an einem Tag zu finden. Denn Hohenheim hat dank ausgedehnter und sehr vielseitiger Gärten auch eine große Bandbreite an Biotopen. Tatsächlich können wir davon ausgehen, dass wir in Hohenheim den vermutlich artenreichsten Campus Deutschlands haben.

Freiwillige Helfer willkommen

Freiwillige Helfer sind dabei hochwillkommen, meint Genius. Insgesamt planen wir sechs Gruppen: Die eine Hälfte zählt Vögel, Schmetterlinge, Käfer, Spinnen, Wanzen und andere Insekten. Die andere spezialisiert sich auf Vegetation und Pflanzen.
Neulinge in Biologie bekommen eine Einführung, Literatur und Fangbehälter. Getragen wird die Aktion von rund 80 Biologie-Studierenden und sieben Dozenten, die den Unterricht an diesem Tag ins Freie verlegen.

Breites Bündnis von studentischen Gruppen und wissenschaftlichen Einrichtungen

Tatsächlich haben Genius und Steidle für ihre Aktion ein sehr breites Bündnis geschmiedet. Betreut werden die Artenzähler vom Institut für Zoologie, dem Institut für Botanik, sowie dem Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie und dem Botanischen Garten.

Zu den studentischen Organisatoren gehören Greening Hohenheim, der Arbeitskreis ökologischer Landbau (AKÖ) und FRESH, die Food Revitalization Eco-gastronomic Society Hohenheim. Eingeladen haben die Organisatoren auch die lokalen Gruppen von Naturschutzbund und Greenpeace.

Hintergrund: GEO-Tag der Artenvielfalt

Alle Naturfreunde in Deutschland und den Nachbarländern werden am 14. GEO-Tag der Artenvielfalt dazu aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden in einem selbst festgelegten Gebiet möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Der GEO-Tag der Artenvielfalt ist die größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa. Bei den Veranstaltungen der vergangenen Jahre wurden regelmäßig verschollen geglaubte Arten wiederentdeckt und damit ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Dokumentation der Tier- und Pflanzenwelt geleistet. Im Jahr 2011 beteiligten sich rund 25 000 Naturfreunde in über 600 Aktionen, darunter zahlreiche renommierte Zoologen und Botaniker.

Kontakt für Medien:

Prof. Dr. Johannes Steidle, Universität Hohenheim, Fachgebiet Tierökologie
Tel.: 0711/459 23667, E-Mail: jsteidle@uni-hohenheim.de

Diana Genius, Universität Hohenheim, Greening Hohenheim, E-Mail: Diana.Genius@uni-hohenheim.de

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Weitere Informationen: http://www.geo-artenvielfalt.de "GEO Tag der Artenvielfalt"
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