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Hochschulpakt 2020: Umsetzungsbericht der GWK zur ersten Programmphase ist jetzt öffentlich

06.06.2012 - (idw) Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

Ab heute ist ein Gesamtüberblick über die Erfolge des Hochschulpaktes in den Jahren 2007 bis 2010 öffentlich zugänglich. Die Publikation "Bericht zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 in den Jahren 2007 bis 2010 und Jahresbericht 2010" ist online unter http://www.gwk-bonn.de/index.php?id=228 abrufbar und kann in Kürze als Heft 27 der Materialien der GWK beim Büro der GWK angefordert werden. Der Hochschulpakt 2020 ist die gemeinsame, höchst erfolgreiche Antwort des Bundes und der Länder auf die doppelten Abiturjahrgänge, die Aussetzung der Wehrpflicht, den wachsenden Fachkräftebedarf und das zunehmende Interesse der jungen Menschen an einem Hochschulstudium. Der Pakt unterstützt die Hochschulen in ihrer zentralen Aufgabe, allen Studieninteressierten ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen.

Die heute veröffentlichten Daten zeigen eindrucksvoll, dass der Hochschulpakt in seiner ersten Phase seine gesetzten Ziele weit übertroffen hat.

Sein Hauptziel war es, ein der Nachfrage entsprechendes Studienangebot bereitzustellen. Wie der Bericht zeigt, gelang es durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern, in den Jahren 2007 bis 2010 rund 185.000 zusätzlichen Studienanfängerinnen und Studienanfängern ein Studium an einer deutschen Hochschule zu ermöglichen. Das ist mehr als das Doppelte der ursprünglich auf Grundlage einer Prognose der Kultusministerkonferenz erwarteten 91.000 zusätzlichen Studienanfänger. Die absolute Studienanfängerzahl stieg damit um fast 23 % gegenüber der Ausgangsbasis von 2005 an.

Für diese zusätzlichen Studienanfängerinnen und Studienanfänger übernimmt der Bund die Mitfinanzierung, während die Länder die Gesamtfinanzierung sicherstellen. Wie der Bericht eindrucksvoll dokumentiert, standen alleine in den Jahren 2007 bis 2010 den Hochschulen auf diese Weise für die von ihnen zu bewältigende organisatorische und finanzielle Mammutaufgabe 1,34 Milliarden Euro Bundes- und Landesgelder zusätzlich zur Verfügung.

Die Studienanfängerquote, d.h. der Anteil eines Altersjahrgangs, der ein Studium aufnimmt, ist seit 2005 von 37,0 % auf 44,9 % in 2010 angestiegen. Deutschland ist damit auf einem sehr guten Weg: Noch nie haben hier so viele junge Menschen ein Studium aufgenommen wie in dieser Phase des Hochschulpakts. Vor dem Hintergrund des befürchteten Fachkräftemangels ist eine steigende Bildungsbeteiligung der jungen Menschen entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Der Hochschulpakt ist daher eine wichtige Investition in Deutschlands Zukunftsfähigkeit und ein Beitrag zum Lissabon-Ziel der EU, Europa zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln.

Der Bericht zeigt darüber hinaus auf, dass auch die weiteren Ziele des Hochschulpaktes

- Schaffung zusätzlicher Stellen,
- Erhöhung des Anteils der Studienanfängerplätze an Fachhochschulen,
- Steigerung des Anteils von Frauen bei der Besetzung von Professuren und sonstigen Stellen

in den Jahren 2007 bis 2010 erreicht worden sind.

Die Mittel aus dem Hochschulpakt wurden von den Hochschulen vorrangig zum Ausbau der Personalkapazitäten genutzt, um gute Studienbedingungen für alle Studierenden zu schaffen. So stieg die Zahl des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals sowie der Lehrbeauftragten bis 2010 um 25 % auf 190.000 Vollzeitäquivalente an. Die Zahl der Professorinnen und Professoren erhöhte sich um mehr als 9 % auf 41.500. Dadurch hat sich das Betreuungsverhältnis im Bundesdurchschnitt an den Hochschulen trotz stark ansteigender Studienanfängerzahlen verbessert: An den Universitäten von 13,6 auf 13,0 Studierende pro wissenschaftlicher Vollzeitstelle, an den FHs von 25,7 auf 24,0.

Der Hochschulpakt hat außerdem entscheidend zur Verbesserung der Gleichstellung im akademischen Bereich beigetragen, da der Anteil von Frauen am Hochschulpersonal signifikant gesteigert werden konnte. Wissenschaftliche und künstlerische Stellen waren 2010 zu fast 33 % mit Frauen besetzt, dies ist ein Anstieg um mehr als fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2005. Auch der Frauenanteil an Professuren konnte sich von 14,3 % auf 19,2 % verbessern.


Als Fazit der Auswertung der Jahre 2007 bis 2010 kann festgestellt werden: Der Hochschulpakt I ist eine Erfolgsgeschichte. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.gwk-bonn.de Anhang
Hochschulpakt mit Grafiken
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