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Transatlantic Academy präsentiert in Hamburg ihre Arbeitsergebnisse 2012

07.06.2012 - (idw) ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

SPERRFRIST 12 UHR

Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Konflikten um Land, Energie, Nahrungsmittel, Wasser und mineralische Rohstoffe. Um Rohstoffe gibt es weltweit zunehmend Konflikte, Kämpfe bis hin zu Kriegen. Über den Stellenwert der Ressourcenkonflikte, ihre Ursachen und das globale Wirkungsgeflecht aus ökonomischen, politischen, ökologischen Faktoren haben sieben internationale Wissenschaftler an der Transatlantic Academyin Washington D.C. gearbeitet*. Ihre Ergebnisse und mögliche Lösungsansätze diskutierten sie im Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) mit Vertretern aus Unternehmen und Banken sowie aus Politik und wissenschaftlichen Institutionen.

Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, sagte zum Auftakt: Die Welt steht vor Herausforderungen bei der Ressourcenversorgung. Nicht nur Wasser und Boden sind begrenzt, sondern auch Energie und Mineralien. Um diese Herausforderungen zu meistern, sollten deutsche Firmen strategische Allianzen bilden. Dazu sollte eine verbesserte Ressourceneffizienz angestrebt werden, kurzfristig aus Kostengründen, langfristig, um neue Technologien und Innovationen voranzubringen.

In den kommenden zehn bis zwanzig Jahren wird die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen weiter wachsen, die Preise werden auf hohem Niveau enorm schwanken und zu Knappheiten führen. Staaten, Unternehmen und die Bevölkerung werden diese Verknappungen spüren. Die Ursachen hierfür liegen in Markt-Defiziten, auch das Ressourcenmanagement an der Schnittstelle zwischen Politik, Unternehmen und Gesellschaft ist unzulänglich, und es gibt Defizite in der Politik, beispielsweise mangelnden Kooperationswillen. Die Transatlantic Academy-Studie The Global Resource Nexus. The Struggles for Land, Energy, Food, Water, and Minerals fordert eine verbesserte Steuerung, die gerade das Wirkungsgeflecht der Nutzung von Land, Energie, Nahrungsmitteln, Wasser und mineralischen Rohstoffen berücksichtigt. Mit Blick auf den bevorstehenden G20-Gipfel in Mexiko und den Rio+20-Gipfel in Brasilien gibt es dazu konkrete Handlungsempfehlungen.

Der stellvertretende Forschungsgruppenleiter und Senior Fellow der Transatlantic Academy, Prof. Dr. Rainer Bleischwitz, unterstrich: "Die Bundesregierung sollte mit der EU bei den anstehenden Gipfeltreffen die drängenden Ressourcenkonflikte thematisieren und folgende Initiativen auf den Weg bringen: der Aufbau eines globalen Daten- und Informationszentrums, um international harmonisierte und robuste Daten öffentlich zugänglich zu machen, Zertifizierungen von Stoffströmen zu unterstützen und Szenarien zu erstellen. Zudem sollte ein weltweites Multi-Stakeholder-Forum für nachhaltiges Ressourcenmanagement eingerichtet werden, in dem Staaten, Unternehmen und gesellschaftliche Gruppen zusammenkommen. Die großen Länder sollten ihre Fiskalsysteme auf die Besteuerung von Ressourcen umschichten, ein erster Schritt könnte die schrittweise Besteuerung von Baustoffen sein."

Der Jahresbericht 2012 der Transatlantic Academy The Global Resource Nexus. The Struggles for Land, Energy, Food, Water, and Minerals ist herunterladbar unter http://www.zeit-stiftung.de, auch die deutsche Kurzfassung Ein globales Wirkungsgeflecht. Konflikte um Land, Energie, Nahrungsmittel, Wasser und. mineralische Rohstoffe und wie sie vermieden werden können.

Die Autoren des Jahresberichts 2012: Prof. Dr. Raimund Bleischwitz, Stellv. Forschungsgruppenleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Senior Transatlantic Academy Fellow), Dr. Philip Andrews-Speed, Geologe und Energiepolitik-Experte, Associate Fellow Chatham House London (Senior Transatlantic Academy Fellow), Geoffrey Kemp, Direktor für regionale Sicherheit am Center for the National Interest in Washington D.C. (Senior Transatlantic Academy Fellow), Stacy VanDeveer, Professor und Co-Direktor des Political Science Department an der University of New Hampshire (Senior Transatlantic Academy Fellow), Tim Boersma, Universität Groningen (Junior Transatlantic Academy Fellow), und Corey Johnson, Assistant Professor für Geographie an der University of North Carolina (Transatlantic Academy Fellow der Joachim Herz Stiftung).

Die Transatlantic Academy ist eine gemeinsame Initiative des German Marshall Funds of the United States, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Robert Bosch Stiftung und der Lynde and Harry Bradley Foundation. Die Fritz Thyssen Stiftung ist seit 2011 Partner der Akademie. Darüber hinaus fördern die Compagnia di San Paolo seit 2009, die Joachim Herz Stiftung und die Volkswagen Stiftung seit 2011 Aufenthalte von Gastwissenschaftlern. Wissenschaftler und Entscheidungsträger von beiden Seiten des Atlantiks entwickeln Lösungsansätze für Herausforderungen, vor denen die transatlantische Gemeinschaft in den kommenden Jahren stehen wird.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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