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Harlekin im Grünen

07.06.2012 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ausstellung mit Skulpturen im Frommannschen Anwesen der Universität Jena am 7. Juni eröffnet Das Frommannsche Anwesen der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird zu einem neuen Ausstellungsort zeitgenössischer Kunst. Im Garten der historischen Anlage, die um 1800 ein zentraler Treffpunkt von Künstlern und Philosophen der deutschen Klassik und Romantik war, ist erstmalig eine Skulpturenausstellung zu sehen. Von heute (7. Juni) bis zum 15. Juli werden hier 9 Arbeiten des Bildhauers Christoph Reichenbach (*1950) präsentiert. Das neue Ausstellungsformat der FrommannscheSkulpturenGarten soll von nun an jedes Jahr im Sommersemester zusätzliche Besucher ins Grün des Gartens locken.

Die groß- und kleinformatigen Variationen des Harlekin von Christoph Reichenbach sind stehend, sitzend oder schreitend im Garten zu finden. Die Kunstharzfiguren, charakterisiert durch die für den Harlekin typische Kappe, sind mit Acrylfarbe, Blattmetallen und Blei überzogen, die im Zusammenspiel eine lebendige changierende Farbigkeit entwickeln, erläutert Prof. Dr. Verena Krieger. Die Lehrstuhlinhaberin für Kunstgeschichte und ihre Assistentin Dr. Elisabeth Fritz haben die Ausstellung gemeinsam mit dem Jenaer Kunstverein e. V. organisiert. Die sich im Laufe der Zeit durch Korrosionsprozesse verändernden Oberflächen und die ausgedünnten oder in die Länge gezogenen Gliedmaßen und Körper lassen die Plastiken fragil, zart und bewegt wirken, so Krieger weiter. Dadurch erinnern die Figuren an die Skulptur der klassischen Moderne und insbesondere an die stelenartig abstrahierten Figuren und Büsten von Alberto Giacometti.

Christoph Reichenbach lebt und arbeitet in Halle/Saale. Seine Harlekine sind keine ausgelassenen Spaßvögel oder treiben närrischen Schabernack, wie man zunächst vermuten könnte. Sie wirken berührend menschlich, ruhen nachdenklich in sich, stehen mit verschränkten Armen den Betrachtern gegenüber oder wenden sich einander zum Gespräch zu. Dabei werden auch Bezüge zur aktuellen Zeitgeschichte hergestellt, wie Prof. Krieger an der großen schreitenden Harlekinfigur mit dem rückwärts gekehrtem Torso deutlich macht (Dem Morgen zu): Diese Skulptur entstand vor dem Hintergrund der Erfahrung der Wende Anfang der 1990er Jahre und verweist auf den Wunsch, voranzuschreiten und gleichzeitig zurückblicken zu wollen.

Die Ausstellung im Frommannschen Anwesen (Fürstengraben 18, 07743 Jena) ist vom 7. Juni bis 15. Juli täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Prof. Dr. Verena Krieger
Kunsthistorisches Seminar der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Frommannsches Anwesen
Fürstengraben 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944160
E-Mail: Verena.Krieger[at]uni-jena.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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