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Was hält Gesellschaften zusammen? Der gefährdete Umgang mit Pluralität

08.06.2012 - (idw) Hochschule für Philosophie München

Interdisziplinäres Symposion des Rottendorf-Projekts am 15. und 16. Juni 2012 mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik

Gesellschaften sind keine homogenen Einheiten mehr. Vor dem Hintergrund von Individualisierung, Pluralisierung und funktionaler Ausdifferenzierung erscheinen sie heute teilweise als loser Verbund eigenständiger Personen. Warum aber bestehen Gesellschaften weiterhin? Was sind die Quellen gesellschaftlichen Zusammenhalts? Dieser Frage widmet sich ein interdisziplinäres Symposion des Rottendorf-Projekts am Freitag, 15. Juni, und Samstag, 16. Juni. Unter dem Titel Was hält Gesellschaften zusammen? Der gefährdete Umgang mit Pluralität diskutieren neun Vertreter aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen und der Politik in der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München (Kaulbachstraße 31).

Die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt unter anderem in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht eine Rolle. Die Politik hat verschiedene Instrumente, mit Pluralität umzugehen. So versucht sie etwa, mit Bildungspolitik auf Ungleichheiten zu reagieren, die durch soziale Vielfalt entstehen. Kultureller Vielfalt begegnet sie mit Sprachkursen und Leitkultur-Debatten, während Runde Tische oder Islamkonferenzen religiöse Unterschiede eindämmen sollen. Neben diesen politischen Strategien hat die politische Philosophie in den vergangenen Jahrzehnten aber auch auf die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten für den Zusammenhalt moderner Gesellschaften aufmerksam gemacht.

Das Rottendorf-Symposion bringt zu diesem Thema Referenten aus Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft und Politik ins Gespräch. Als Gäste aus der Wissenschaft werden Aleida Assmann von der Universität Konstanz, Karsten Fischer, Hans van Ess und Armin Nassehi von der Universität München, Christoph Weller von der Universität Augsburg und Christoph Schumann von der Universität Erlangen-Nürnberg sprechen. Von der Hochschule für Philosophie werden Andreas Trampota und Michael Bordt teilnehmen. Die Vorsitzende der bayerischen Landtagsfraktion der Grünen, Margarete Bause, vertritt die Politik. Als Leiter des Rottendorf-Projekts wird Michael Reder durch die Tagung führen.

Die Münchner Hochschule für Philosophie ist eine staatlich anerkannte Hochschule mit allen Studienabschlüssen. Sie ist in der Trägerschaft des Jesuitenordens und hat momentan knapp 500 Studierende. Das von der Rottendorf-Stiftung finanzierte Projekt Globale Solidarität Schritte zu einer neuen Weltkultur ist seit knapp 30 Jahren an die Hochschule angebunden. Als Forschungs- und Studienprojekt will es in interdisziplinärer wissenschaftlicher Reflexion zu einer weltweiten Gemeinschaft der Völker, Kulturen und Religionen beitragen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Anmeldung per Email (rottendorf@hfph.de) oder Fax 089-23 86 23 52 wird erbeten.
Das Programm ist im Internet unter http://www.hfph.de/rottendorf einsehbar. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.hfph.de/rottendorf
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