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20 Jahre Polymerforschung nach Maß - Fraunhofer IAP eröffnet Anwendungszentrum und feiert Jubiläum

12.06.2012 - (idw) Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Am 12. Juni 2012 eröffnet das Fraunhofer IAP das »Anwendungszentrum für Innovative Polymertechnologien«. Gleichzeitig feiert das Institut sein 20-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung geben sich die Ehre, darunter Wissenschaftsministerin Prof. Kunst und Fraunhofer-Vorstand Prof. Buller. Auf einer Fläche von 2800 qm bietet der Erweiterungsbau Platz für neue Technika, Labore und Büros. Vor allem neuartige Materialien und Technologien sollen hier vom Labor in den Technikumsmaßstab übertragen werden. High-Tech-Polymere mit besonderen elektrischen und optischen Eigenschaften, biokompatible Materialen sowie nachwachsende pflanzliche Rohstoffe stehen im Fokus. Zur offiziellen Eröffnung am Dienstag, dem 12. Juni 2012 ab 11 Uhr laden wir alle interessierten Journalistinnen und Journalisten herzlich ein!
Bitte melden Sie sich per E-Mail (sandra.mehlhase@iap.fraunhofer.de) an.

Hochfeste Fasern für schnelle Autos, organische Leuchtdioden für flache Displays oder künstliche Hornhäute als Augenimplantate: Seit 20 Jahren erforscht und entwickelt das Fraunhofer IAP Polymere für verschiedenste Anwendungen. Pünktlich zum Jubiläum wurde die zweite Ausbaustufe des Instituts fertiggestellt das »Anwendungszentrum für Innovative Polymertechnologien«. Modernste Geräte eröffnen den Golmer Wissenschaftlern neue Möglichkeiten. So können etwa organische Leuchtdioden (OLEDs) erstmals im Technikumsmaßstab, das heißt unter industrienahen Bedingungen hergestellt werden. »Das Anwendungszentrum bietet uns hervorragende Bedingungen, um Materialien und Technologien schnell von der Idee bis zur Marktreife umsetzen zu können.« betont der Leiter des Fraunhofer IAP, Prof. Dr. Hans-Peter Fink. Die Forscher wollen außerdem neuartige Implantatmaterialien für die Augen- und Zahnheilkunde entwickeln. An diese Materialien werden äußerst hohe Ansprüche gestellt: sie müssen nicht nur biokompatibel sondern auch mechanisch und chemisch stabil sein. Auch die Wechselwirkung mit dem menschlichen Körpergewebe soll mit Hilfe von Zellkulturen intensiv untersucht werden. Weiterhin werden in dem Anwendungszentrum biotechnologische Prozesse entwickelt, um nachwachsende Rohstoffe wie Stärke, Cellulose oder Lignin künftig effizienter nutzen zu können. Dabei sollen die Biopolymere aus Reststoffen der Agrar-und Forstwirtschaft, mit Hilfe neu entwickelter Enzymsysteme biotechnologisch gewonnen werden. Leistungsfähige, klimaneutrale und marktfähige Biokunststoffe für verschiedenste Anwendungen werden die Produkte dieser Forschungsarbeiten sein.

Die Kosten für das Anwendungszentrum in Höhe von 23,3 Millionen Euro (Bau und Erstausrüstung) werden zu 50 Prozent aus dem EU-Regionalfonds EFRE und zu jeweils 25 Prozent vom Land Brandenburg und dem Bund bestritten. Mit dem zweiten Bauabschnitt des Fraunhofer IAP wird Raum für 94 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Zur Festveranstaltung am 12. Juni 2012 können die Gäste die neuen Labore und Technika besichtigen. Das anschließende Vortragsprogramm umfasst vielfältige Themen aus 20 Jahren erfolgreicher maßgeschneiderter Polymerforschung.

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Programm 12.06.2012

11:00 Uhr Begrüßung / Grußworte

- Prof.Dr.Hans-Peter Fink | Institutsleiter Fraunhofer IAP
- Prof.Dr.-Ing.Dr.Sabine Kunst | Ministerin für Wissenschaft, Forschung und - Kultur in Brandenburg
- Prof.Dr.Ulrich Buller | Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Forschungsplanung
- Jann Jakobs | Oberbürgermeister Potsdam
- Henning Heidemanns | Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
- Hans-Peter Hiepe | BMBF, Berlin
- Dipl.-Ing.Christoph Nagel-Hirschauer |Architekten SSP, München

12:00 Uhr Feierliche Eröffnung | VIP-Tour | Rundgänge

13:00 Uhr Pressegespräch

14:00 Uhr 20 Jahre Fraunhofer IAP Fachvorträge

- 20 Jahre Fraunhofer IAP Ein historischer Überblick | Prof.Dr.Gerhard Koßmehl
- Materialien aus Biopolymeren | Dr.Waltraud Vorwerg, Fraunhofer IAP
- Organische Elektronik Vom Material zur Technologie. Beispiele einer rasanten Entwicklung | Dr.Armin Wedel, Fraunhofer IAP

- Biobasierte Kunststoffe Herausforderungen und Chancen am Beispiel von PLA | Dr.Mathias Hahn, Fraunhofer IAP
- Neue Chemie an »alten« Polymeren Wasserlösliche Polymere auf dem Vormarsch | Prof.Dr.André Laschewsky, Fraunhofer IAP
- Von der Forschung in die Praxis F&E im Pilotmaßstab am Pilotanlagenzentrum PAZ | Prof.Dr.Michael Bartke, Fraunhofer IAP jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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