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Universitätsmedizin Göttingen hat schnell und umsichtig reagiert

13.06.2012 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sofort nach Eingang des Hinweises auf eine mögliche Falschangabe eines Arztes bei Transplantationsunterlagen gehandelt und in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Göttingen und der Bundesärztekammer (BÄK) unverzüglich zur Aufklärung des Sachverhaltes beigetragen. HANNOVER. Zu den heutigen Presseberichten zu einer Lebertransplantation an der Universitätsmedizin Göttingen stellt das MWK Folgendes fest:

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sofort nach Eingang des Hinweises auf eine mögliche Falschangabe eines Arztes bei Transplantationsunterlagen gehandelt und in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Göttingen und der Bundesärztekammer (BÄK) unverzüglich zur Aufklärung des Sachverhaltes beigetragen. Der Arzt wurde nach Anhörung von seinen Aufgaben entbunden und beurlaubt. Die UMG hat sofort eine interne Prüfung des Einzelfalls eingeleitet und die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft unaufgefordert zur Verfügung gestellt. Der Arbeitsvertrag mit dem Arzt wurde durch die UMG aufgehoben. Die UMG hat schnell und umsichtig reagiert und die weitere Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft in vorbildlicher Weise gefördert. Die Abrechnung der Behandlung wurde ebenfalls geprüft und ergab keine Unregelmäßigkeiten.

1. Am 22. November 2011 erhielt die UMG erstmals telefonisch Kenntnis von der BÄK darüber, dass durch einen Arzt bei der Behandlung eines Patienten eine Falschangabe gegenüber Eurotransplant gemacht worden sein soll.

2. Am 23. November wurde der Arzt nach einer Anhörung zu den Vorwürfen vom Dienst freigestellt und beurlaubt.

3. Am 23. November hat die UMG eine interne Prüfung der Vorwürfe eingeleitet.

4. Am 29. November hat die UMG die Staatsanwaltschaft informiert.

5. Am 7. Dezember wurde die Staatsanwaltschaft ausführlich über den Ermittlungsstand der internen Prüfung informiert und um rechtliche Prüfung gebeten.

6. Die UMG hat fortlaufend die Prüf- und Überwachungskommission der Bundesärztekammer über den internen Ermittlungsstand informiert.

7. Das Arbeitsverhältnis mit dem Arzt wurde Ende Dezember durch die UMG aufgehoben.

8. Die UMG hat Anfang 2012 über die interne Revision die gesamte Abrechnung dieses Falls prüfen lassen und das Ergebnis ebenfalls der Staatsanwaltschaft übermittelt. Hinweise, dass inkorrekt abgerechnet wurde, haben sich bei der Revision nicht ergeben.

9. Die UMG hat im Dezember 2011 zwei externe Fachgutachter mit der Überprüfung der Warteliste für Transplantationen an der UMG und der Abläufe bei der Dokumentation beauftragt, um die Korrektheit der klinischen Angaben zu Patienten zu sichern. Diese Prüfung wurde im Januar und Februar 2012 durchgeführt.

10. Die Leitung des Lebertransplantationsprogramms der UMG wurde am 1. April 2012 einem von Außen gewonnenen leitenden Oberarzt übertragen. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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