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Arbeiten mit Straftätern

02.07.2012 - (idw) SRH Hochschule Heidelberg

Immer wieder schockieren uns Meldungen über schwere Gewalttaten in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 200.000 Fälle registriert, darunter auch Tötungs- oder Sexualdelikte. Dies geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2011 hervor. Stehen die Schuldigen dann vor Gericht, beginnt die Arbeit von Rechtspsychologen: Als Gutachter analysieren sie Täter, beurteilen Zeugenaussagen und bereiten Inhaftierte wieder auf ihre Entlassung vor. Ausgebildet werden diese künftig an der SRH Hochschule Heidelberg. Ein neuer Masterstudiengang Rechtspsychologie startet im Oktober. In Deutschland gibt es bislang keine akademische Ausbildung für Rechtspsychologen. Allenfalls berufsbegleitende Weiterbildungen oder Vertiefungsfächer innerhalb eines Psychologiestudiums. Das reicht für die Praxis aber nicht aus, so Dr. Niels Habermann, Professor und zukünftiger Studiendekan im Masterstudiengang Rechtspsychologie.

Von der Entstehung der Kriminalität über die Prävention bis hin zur Behandlung von Straftätern: An der SRH Hochschule Heidelberg erwerben die Studierenden alle Kompetenzen für die rechtspsychologische Praxis. Darüber hinaus werden Kenntnisse aus der Rechtsmedizin, Kriminologie, Polizeiarbeit oder der Forensischen Psychiatrie vermittelt.

Studienbegleitende Praktika in Strafvollzugseinrichtungen oder Justizbehörden machen die angehenden Rechtspsychologen fit für ihren späteren Berufsalltag: Die Arbeit mit Kriminellen kann eine enorme Belastung sein. Unsere Studierenden müssen deshalb früh lernen, professionell mit diesen Themen umzugehen. Und das geht nur, indem wir sie stabilisieren und in diesem Prozess begleiten, so Habermann. Entsprechend sorgfältig wählt die Hochschule auch ihre zukünftigen Rechtspsychologen aus: In Auswahlgesprächen werden Bewerber auf Herz und Nieren geprüft. Wer nicht die notwendige Belastbarkeit mit sich bringt, wird nicht zum Studium zugelassen.

Der Studiengang qualifiziert für Gutachtertätigkeiten und leitende Funktionen in den Bereichen Justizvollzug, Bewährungshilfe, Opferschutz und Täterarbeit sowie Forensische Psychiatrie. Neben dem Strafrecht befähigt er die Absolventen auch für zivil-, sozial- oder verwaltungsrechtliche Bereiche, beispielsweise wenn es um das Sorgerecht oder die vorzeitige Verrentung von Arbeitnehmern geht. Er startet erstmals zum 1. Oktober 2012 und richtet sich an Absolventen mit einem abgeschlossenen Erststudium in Psychologie, Wirtschafts- oder Gesundheitspsychologie sowie vergleichbarer psychologischer Studiengänge. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.hochschule-heidelberg.de
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