Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 29. Januar 2020 

Große Marktpotenziale für privates und gewerbliches Carsharing

16.07.2012 - (idw) EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Oestrich-Winkel/Wiesbaden, im Juli 2012 Das zweite AIM Carsharing-Barometer zeigt, dass sich Carsharing bei der privaten Nutzung klar auf dem Vormarsch befin-det. Die Studienergebnisse des Automotive Institute for Management (AIM) bestäti-gen die sehr hohe Bereitschaft der Deutschen, Carsharing privat zu nutzen. Berlin ist die Carsharing-Hauptstadt, gefolgt vom Nordwesten Deutschlands. Zudem zeigt die Befragung von Fuhrpark-Managern deutscher Unternehmen deutliches Marktpoten-zial bei der gewerblichen Nutzung, dem sogenannten Corporate Carsharing. Darüber hinaus findet Elektromobilität in Kombination mit Corporate Carsharing großes Inte-resse bei den befragten Unternehmen. Die Ergebnisse des zweiten Carsharing-Barometers des Automotive Institute for Manage-ment (AIM) zeigen, dass Carsharing weiterhin deutliches Wachstumspotenzial bietet so-wohl bei der privaten als auch bei der gewerblichen Nutzung. Wie bereits im ersten Carsha-ring-Barometer wurde in der Studie das Carsharing für die private Nutzung untersucht. In einer repräsentativen Befragung wurde die Einstellung deutscher Konsumenten zu Carsha-ring erfasst. Zudem wurde erstmals auch das Corporate Carsharing berücksichtigt und auf seine Marktpotenziale hin überprüft. Dazu wurden Fuhrpark-Manager deutscher Unterneh-men zu Ihrer Wahrnehmung von Corporate Carsharing befragt.

Der Carsharing-Markt kann derzeit ein hohes Wachstum verzeichnen. Insbesondere deut-sche Automobilhersteller wie Daimler mit car2go, BMW mit DriveNow und VW mit Quicar haben ihr Angebot in den vergangenen eineinhalb Jahren weltweit deutlich ausgebaut und oft auch mit Elektrofahrzeugen verknüpft. Auf Konsumentenseite zeugt eine hohe Be-kanntheit von dieser steigenden Verfügbarkeit: Mehr als drei Viertel der deutschen kennen Carsharing und jeder Zweite hat ein korrektes Verständnis von diesem Angebot. Während bisher nur Wenige Carsharing schon nutzen, können sich über zwei Drittel der Deutschen in der Altersgruppe von 18-44 Jahren die Carsharing-Nutzung vorstellen, in der Gruppe über 44 Jahre sind es immerhin noch rund 50 Prozent der Befragten. Eine regionale Auswertung zeigt, dass Berlin die Carsharing-Hauptstadt ist, hier besteht die höchste Nut-zungsbereitschaft, dicht dahinter folgt der Nordwesten Deutschlands. Das Schlusslicht bildet dagegen die Region Hessen, Rheinland-Pfalz/Saarland mit der geringsten Nutzungs-bereitschaft.

Weiterhin könnte sich Carsharing für mehr als jeden zweiten Deutschen zu einer realisti-schen Alternative zum Autokauf entwickeln, fast jeder vierte Befragte kann sich dies so-gar sehr gut vorstellen. Insgesamt passt Carsharing für die Deutschen gut in die heutige Zeit und wird überwiegend als zeitgemäß wahrgenommen zugleich aber auch weniger als cool. Darüber hinaus erscheint Carsharing 18-30-Jährigen deutlich interessanter, mo-derner und hilfreicher als älteren Befragten. Der Carsharing-Markt ist massiv in Bewe-gung, so Prof. Dr. Tobias Schäfers, wissenschaftlicher Leiter der Studie. Mit Blick auf das derzeitige Wachstum zeigt unsere Studie: Nach oben ist weiterhin noch viel Luft!

Auch die organisierte gewerbliche Nutzung von Carsharing gewinnt zunehmend an Bedeu-tung. Das sogenannte Corporate Carsharing bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine Flotte von Fahrzeugen eines externen Dienstleisters im Full Service flexibel zu nutzen. Mit-arbeiter können die Fahrzeuge für Dienstfahrten oder auch für private Fahrten nutzen. Be-rechnet wird dabei nur die tatsächliche Nutzung. Mit Corporate Carsharing können Unter-nehmen die Nutzung ihres Fuhrparks deutlich flexibler gestalten, so Prof. Dr. Schäfers, da etwa auch Einwegfahrten oder die ergänzende private Nutzung möglich sind.

Die Ergebnisse der Befragung deutscher Unternehmen zeigen, dass Corporate Carsharing zwar derzeit mit einer Nutzung von nur 3,5 Prozent noch nicht weit verbreitet ist; allerdings können sich rund 44 Prozent der befragten Unternehmen vorstellen, dieses Mobilitätskon-zept zu nutzen. Dennoch sind sich die Fuhrpark-Manager derzeit noch unsicher über das tatsächliche Kostensenkungspotenzial durch Corporate Carsharing: mehr als die Hälfte der Befragten glauben derzeit nicht daran, die Fuhrparkkosten durch Corporate Carsharing substanziell senken zu können. Hier sind die Anbieter von Corporate Carsharing in der Bringschuld, noch stärker die Vorteile des Angebots zu verdeutlichen, so Prof. Dr. Schä-fers. Zudem sind weitere Ansatzpunkte für Wachstum erkennbar, denn in den meisten Un-ternehmen stehen wenige freie Poolfahrzeuge einer großen Anzahl an geeigneten Mitarbei-tern gegenüber. Der Nutzung von Elektrofahrzeugen im Rahmen von Corporate Carsha-ring gegenüber besteht hingegen große Aufgeschlossenheit; mehr als jedes zweite Unter-nehmen kann sich vorstellen, Elektrofahrzeuge in diesem Rahmen zu nutzen. Damit kann Corporate Carsharing auch zur schnelleren Verbreitung der Elektromobilität einen Beitrag leisten, die ohne solche Anreize aller Wahrscheinlichkeit nach eine langwierige Marktein-trittsphase vor sich haben wird.

Insgesamt bietet das zweite Carsharing-Barometer eine Reihe von Ableitungen für die ideale Positionierung von Carsharing-Angeboten. Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, akademischer Direktor des AIM, zieht das Fazit: Insgesamt zeigt sich, dass die modernisierte und flexible Mobilitätsdienstleistung im privaten Bereich über beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum verfügt. Um diese Potenziale zu heben, müssen die Anbieter noch stärker ihre Lifestyle-Positionierung betonen und das Angebot so cooler machen und auch das Interesse der älteren Zielgruppe wecken. Auch für Anbieter von Corporate Carsharing lassen sich klare Empfehlungen aussprechen: Hier gilt es, traditionelle Denkblockaden im Fuhrpark-Management aufzuweichen. Eine klare Verdeutlichung von Kostensenkungspotenzialen wird helfen, die Marktpotenziale auszunutzen, so Prof. Dr. Esch weiter.
Das aktuelle AIM Carsharing-Barometer sowie weitere Informationen zur Presse-meldung erhalten Sie bei:

EBS Business School
Automotive Institute for Management (AIM)
Thorsten Wagner
Head of Communication and PR
Rheingaustr. 1
65375 Oestrich-Winkel
Tel.: +49 611 7102-2076

Fax: +49 611 710210-2076
E-mail: thorsten.wagner@ebs.edu jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.aim-ebs.de/?p=1142 http://www.aim-ebs.de/wp-content/uploads/20120716_AIM_CSBarometer-2_final_E.doc Anhang
Pressemeldung als Word-Dokument
uniprotokolle > Nachrichten > Große Marktpotenziale für privates und gewerbliches Carsharing
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/241596/">Große Marktpotenziale für privates und gewerbliches Carsharing </a>