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Ausstellung Meteoriteneinschlag (bis 16.09.2012): Vesta-Ursprung wieder fraglich

18.07.2012 - (idw) Landesmuseum Natur und Mensch

Die Sonderausstellung Meteoriteneinschlag im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg liefert bis zum 16. September unter anderem einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Meteoritentypen. Unter den 40 Originalen befinden sich auch drei Stücke, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften dem Asteroiden Vesta zugeschrieben werden. Die neuesten Daten der zurzeit um Vesta kreisenden Sonde Dawn werden zeigen, ob diese Meteoriten tatsächlich von Vesta oder von anderen Mutterkörpern aus dem Asteroidengürtel stammen. Die Vesta-Meteoriten sind Leihgaben des Mineralogischen Museum Hamburg und von privaten Leihgebern. In der Sonderausstellung Meteoriteneinschlag ist eine Scheibe des als Eukrit klassifizierten Meteoriten Dar al Gani 983 zu sehen. Durch einen Einschlag eines weiteren Himmelskörpers auf dem Asteroiden wurde das Gestein in den Bereich der Schwerkraft der Erde geschleudert. Gefunden wurde Dar al Gani 983 eine Leihgabe des Mineralogischen Museums Hamburg im Jahr 2002 in der Libyschen Wüste. Die beiden weiteren Meteoriten-Bruchstücke, die Vesta zugeschrieben werden, wurden im Oman (Dhofar 007) und in Australien (Camel Donga) gefunden. Die Erkundung von Vesta durch die NASA-Sonde Dawn sollte im Juli 2012 beendet werden, sie wurde jedoch wegen des außerordentlichen Erfolges um 4 Wochen verlängert.

Die NASA-Raumsonde Dawn startete im September 2007 die Mission zum Asteroiden Vesta; sie erreichte im Sommer 2012 ihr Ziel. Seit dieser Zeit sendet die Sonde hervorragende Bilddaten dieses über 500 km großen Himmelskörpers im Asteroidengürtel. Das Kamerasystem wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau entwickelt und gebaut. Die Hauptelektronik lieferte das Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze der TU Braunschweig. Das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin steuerte den CCD-Chip und die Front-End-Elektronik bei.

Zur Ausstellung:
Den Ausgangspunkt für die Sonderausstellung Metoriteneinschlag lieferte der Meteorit Benthullen aus den hauseigenen Magazinen des Landesmuseums Natur und Mensch. Mit gut 17 kg Gewicht ist er der größte jemals in Deutschland niedergegangene Steinmeteorit. Neben weiteren beeindruckenden Originalen, darunter seltene Funde wie Mars- und Mondmeteoriten und dem fast eine halbe Tonne schweren Gibeon, dem größten Eisenmeteoriten aus einem deutschen Museum, sind auch handgeschmiedete Schmuckstücke aus Meteoriteneisen und das weltweit einzige Auto, das je von einem Meteoriten getroffen wurde, Teil der Ausstellung. Der Meteorit Peekskill durchschlug Im Jahr 1992 bei New York das Heck dieses roten Chevrolet Malibu. Das besonders weit gereiste Exponat wird die Ausstellung noch mindestens bis zum 12. August 2012 ergänzen.

Ausgehend von den Originalen setzt die Ausstellung auch einen Fokus auf die Auseinandersetzung der Menschen in Geschichte und Gegenwart mit Meteoriten und ihren Leuchterscheinungen: Fotos und Filmsequenzen zeigen die Arbeit der Meteoritenforscher, die ebenso ein zentrales Thema ist, wie die sich um Meteoriten rankenden Mythen aus früherer Zeit im europäischen und außereuropäischen Kulturraum sowie ihre Präsenz in der modernen Kunst, im Film und in der Musik.

Ein intensives Netzwerk aus lokalen Gruppen des Forum Gemeinschaft der Meteoriteninteressierten Deutschland, der Astronomischen Vereinigung Oldenburger Sternfreunde und überregionalen wissenschaftlichen Kooperationspartnern an Universitäten und Instituten war unverzichtbar für die Realisierung der Ausstellung. Erst die Leihgaben aus vielen dieser Einrichtungen und verschiedenen Museen ermöglichten die Dokumentation des Meteoritengeschehens der Welt in dieser Form.
Die Umsetzung dieser Sonderausstellung wurde durch Sondermittel des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsens und durch die finanzielle Unterstützung der Oldenburger Landesbank und des Fördervereins des Museums ermöglicht.

Ansprechpartner:
Dr. Ulf Beichle
Ulf.beichle@lmnm.niedersachsen.de
0441-9244-304

Kooperationspartner der Ausstellung
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Astronomische Vereinigung Oldenburger Sternfreunde e. V.
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover
Fachhochschule und Mediendom Kiel
Forum Gemeinschaft der Meteoriteninteressierten Deutschland
Institut für Planetologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
Mineralogisches Museum der Universität Hamburg
Naturhistorisches Museum Wien
Rieskrater-Museum Nördlingen
Stockhausen-Stiftung für Musik, Kürten
Zentrum für Geowissenschaften der Universität Göttingen
Zoologisches Museum der Universität Zürich

Meteoriteneinschlag Außerirdische Steine im Landesmuseum
Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
31. März 16. September 2012

Ort: Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Damm 38-44, 26135 Oldenburg
Tel. 0441-9244-300, Email: museum@naturundmensch.de

http://www.naturundmensch.de

Öffnungszeiten: Dienstag Freitag 9.00 17.00 Uhr,
Samstag und Sonntag 10-00 18.00 Uhr

Eintritt: 4 , ermäßigt 2,50

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Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wurde 1836 durch Großherzog Paul Friedrich August gegründet ist damit eines der ältesten Museen Norddeutschlands. Seine Sammlungsschwerpunkte finden sich in den Bereichen Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde. Sind in den Dauerausstellungen das Leben von Mensch und Natur in den regionalen Landschaftstypen Moor, Geest, Küste und Marsch sowie entlang des Flusslaufs der Hunte vorherrschende Themen, widmen sich die Sonderausstellungen überwiegend überregionalen Themen und Fragestellungen.


Pressekontakt:
Dipl. Biol. Lena Nietschke, Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-44; 26135 Oldenburg
Tel.: 0441/9244-327 // Fax: 0441/9244-399
Mail: presse@naturundmensch.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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