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Orte und Schaufenster der Forschung - Bund und Länder wollen Leibniz-Museen stärken

18.07.2012 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft stellen mit ihren Sammlungen und Exponaten zum natürlichen und kulturellen Erbe der Menschheit europa- und weltweit eine einzigartige Forschungsinfrastruktur für die Wissenschaft bereit. Zu diesem Schluss kommt ein Bund-Länder-Eckpunktepapier zu den Leibniz-Forschungsmuseen, das heute im Senat der Leibniz-Gemeinschaft von der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, vorgestellt wurde. Als einzigartig wird auch die Brückenfunktion von der Forschung zur Bildung bezeichnet: Forschungsmuseen seien zugleich Orte und Schaufenster der Forschung. Bund und Länder sind sich einig, die Leibniz-Museen weiter zu stärken. Dazu Staatssekretärin Quennet-Thielen: Die Leibniz-Forschungsmuseen sind herausragende Orte der Forschung und der Vermittlung von Wissenschaft in eine breite Öffentlichkeit. Das Bund-Länder-Eckpunktepapier arbeitet die spezifischen Aufgaben von Museen klar heraus. Es ist ein wichtiger Orientierungsrahmen für die künftige wissenschaftliche Arbeit der Leibniz-Forschungsmuseen, aber auch für die Zuwendungsgeber.

Die Leitlinien des Eckpunktepapiers sehen vor, dass die Forschung der Museen an den Gegenständen ihrer Sammlungen noch besser in das nationale und internationale Wissenschaftssystem integriert wird, zum Beispiel durch weiteren Ausbau der bereits bestehenden Kooperationen mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Die Sammlungen sollen für Forschende aus aller Welt leichter nutzbar gemacht werden.
Museumsspezifische Forschungsbereiche, die sich mit der Konservierung, Aufbewahrung und Präsentation von Sammlungsobjekten beschäftigen, sollen weiterentwickelt werden.
Als Orte und Schaufenster der Forschung präsentieren die Museen in besonderer Weise ihre Ergebnisse gegenüber der Öffentlichkeit. Dieses spezifische Potenzial der Forschungsmuseen kann weiter entfaltet werden, indem der Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft durch neue und innovative Konzepte der Wissensvermittlung und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit intensiviert wird.

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Karl Ulrich Mayer, nannte die Forschungsmuseen ein Alleinstellungsmerkmal der Leibniz-Gemeinschaft. Sie leisteten einen erstklassigen Beitrag nicht nur zur Vermittlung, sondern auch zur Erarbeitung von Forschungserkenntnissen.

Durch die enge Verbindung von Forschung, Sammlungen und Ausstellungen schlagen die Forschungsmuseen wie kaum eine andere Forschungseinrichtung Brücken von der Forschung zur Bildung. Zudem genießen sie aufgrund ihrer bedeutenden Sammlungen nationales und internationales Renommee.

Aus diesen Gründen beteiligt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu jeweils 50 Prozent an der institutionellen Förderung der Forschungsarbeit der acht großen deutschen Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft:
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt/M.
Deutsches Bergbau-Museum, Bochum
Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
Museum für Naturkunde, Berlin
Deutsches Museum, München
Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn

Die Aufnahme dieser Museen in die Leibniz-Gemeinschaft erfolgte auf der Grundlage von Empfehlungen des Wissenschaftsrates, die die hohe Forschungsqualität der Museen
bestätigt haben. Mit der gemeinsamen Bund-Länder-Förderung wird die gesamtstaatliche Bedeutung dieser Häuser und ihr Forschungsauftrag unterstrichen.

Das Eckpunkte-Papier der GWK steht online unter:
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/Bund-Laender-Eckpunktepapier-Forschungsmuseen-Leibniz.pdf

Eine soeben erschiene Broschüre des BMBF zu den Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft und weiteren forschenden Museen steht online unter:
http://www.bmbf.de/pub/museen_forschung_die_sich_sehen_laesst.pdf

Einen Überblick über die Leibniz-Museen gibt auch die Ausgabe 1/2012 des Leibniz-Journals:
http://www.wgl.de/download.php?fileid=692

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 42
Mobil: 0173 / 513 56 69
walther@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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