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Uni Ulm feierte 45. Jahrestag - Profilieren für die Polytrauma-Forschung

23.07.2012 - (idw) Universität Ulm

Anlass und Plattform waren geschickt gewählt: Mit einer druckfrischen Broschüre, die erste ging an Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan, empfahl sich die Universität Ulm beim Festakt zu ihrem 45. Jahrestag am Freitag für Kooperationen mit außeruniversitären Forschungsorganisationen auf dem Gebiet der Polytrauma-Forschung. Ulm nimmt bei der Erforschung von Schwerstverletzungen schon jetzt eine herausragende Stellung ein, sagte Universitätspräsident Prof. Karl Joachim Ebeling. Schavan ihrerseits warb bei dieser Gelegenheit einmal mehr für eine Aufhebung des weitgehenden Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich, würdigte indes zugleich die dynamische Entwicklung der jungen und reformorientierten Universität.

Diese sei eine Quelle für den Wohlstand dieser Stadt und stärke wesentlich deren Internationalisierung. Innovationen durch zukunftsorientierte Forschung seien schließlich Hauptquelle für Wachstum und Wohlstand, erklärte die Ministerin. Und Herzstück des Wissenschafts- und Innovationssystems sind die Hochschulen. Diese für den internationalen Wettbewerb zu stärken, sei jetzt der nächste wichtige Schritt in der Hochschulpolitik. Dabei wollen wir künftig auch eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Ländern.

Auf Ebelings Äußerungen zur so genannten Exzellenzinitiative allerdings ging Annette Schavan nicht ein. Der Ulmer Unipräsident, derzeit zudem Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz, hatte eingangs neben der Entwicklung der eigenen Universität auch die Ergebnisse des jüngsten nationalen Spitzenwettbewerbs kommentiert. Er bedauerte in diesem Zusammenhang, dass im Hochtechnologieland Baden-Württemberg keine der beiden technischen Universitäten Stuttgart und Karlsruhe den Status einer Exzellenzuniversität erhalten habe. Überdies seien von den deutschlandweit sechs nicht weiter geförderten Forschungsclustern fünf auf den so genannten MINT-Bereich entfallen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Damit gebe es in der Informatik bundesweit gerade mal einen Cluster, obwohl das rasant wachsende Bedürfnis unserer Gesellschaft nach Internet-Sicherheit und Cloud-Computing allgegenwärtig sei. Das sind keine guten Signale für unsere jungen Studierenden im MINT-Bereich, auch nicht für den Technologiestandort Baden-Württemberg und den künftigen Wettbewerb, erklärte Prof. Ebeling.

Stiftungsunternehmen sind Erfolgsmodelle der sozialen Marktwirtschaft, so Prof. Michael Kaschke als Fazit seines Festvortrags. Moderner Kontroll- und Governance-Strukturen wegen seien sie adaptiv, durch langfristige Ausrichtung und enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft innovativ und durch sozialen Zweck und nachhaltige Investitionen zunehmend auch attraktiv, nicht zuletzt für junge Menschen, betonte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG. Aber: Stiftungsunternehmen sind quasi zum Erfolg verdammt und auf einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg angewiesen. Denn sie könnten schließlich bei Finanzierungsbedarf nicht einfach an den Kapitalmarkt gehen.

Zuvor hatte die Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) acht Nachwuchswissenschaftler, darunter drei Frauen, mit Promotionspreisen ausgezeichnet. Für weit überdurchschnittliche Leistungen, wie der UUG-Vorsitzende Hans Hengartner anerkannte. Nicht ohne Stolz auf die Fördergesellschaft selbst: Insgesamt haben wir damit in 35 Jahren mehr als 200 Promotionspreise verliehen. Wobei auch diesmal die Auswahl nicht einfach gewesen sei, denn die Ansprüche an die Dissertationsarbeiten steigen von Jahr zu Jahr. Die jeweils mit 1500 Euro dotierten Promotionspreise erhielten Dr. Susanne Albrecht, Dr. Christian Biener, Dr. Hannah Burger, Dr. Sebastian Egger, Dr. Christoph Erath, Dr. Daniel Sauter, Dr. Steffen Schober und Dr. Andrea Tautzenberger. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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