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Jetzt wachsen später aufräumen? Bericht empfiehlt Afrika, auf nachhaltige Strukturen zu setzen.

23.07.2012 - (idw) Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

13,4 Prozent der Weltbevölkerung leben in Afrika. Im Jahr 2008 verbrauchten Sie nur 5,5 Prozent der weltweiten Ressourcen. Mit dem Wirtschaftswachstum steigt nun aber auch unvermeidbar der Ressourcenverbrauch. Ein Bericht empfiehlt Afrika, beim Wachstum auf Nachhaltigkeit zu setzen. Der Bericht der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), der im Juni vorgestellt wurde, warnt Afrika davor, dieselben Fehler zu machen wie frühere Industriestaaten. Die Herausforderung sei, die Wirtschaft des Kontinents auch mit einer Expansion der Industrie durch die effiziente Verwendung von heimischen natürlichen Ressourcen zu modernisieren. Der Kontinent hätte jetzt die Chance, Wirtschaftswachstum und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt noch im Aufbau miteinander zu verbinden. An dem Bericht wirkte das Team des Instituts für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität entscheidend mit. Wir haben die Möglichkeiten, Chancen und Risiken zukünftiger Landnutzung in Form von Land- und Forstwirtschaft in Afrika analysiert. Für eine integrative Darstellung der Intensität dieser Landnutzung bedienen wir uns des Indikators gesellschaftliche Aneignung pflanzlicher Nettoprimärproduktion bekannt als HANPP, erklärt Karlheinz Erb vom Institut für Soziale Ökologie.

Ein großes Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat für die UNCTAD das Modell der sustainable structural transformation entwickelt. Die Umsetzung ist nicht leicht und es gibt keinen one size fits all-Ansatz für alle Regionen am Kontinent, so die Autorinnen und Autoren. Für jedes afrikanische Land seien eigene Strategien und Umsetzungspläne zu entwickeln, die auf die Umweltbedingungen, die eigenen Ressourcen, Ausgangskonditionen und landeseigenen Stärken eingehen.

Dafür sei die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft notwendig: Finanzielle Hilfe und technologisches Know-how müssten in den nächsten Jahren verstärkt in den afrikanischen Kontinent fließen, um ein effizientes und umweltfreundliches Wirtschaftswachstum zu unterstützen.

Der UNCTAD Bericht steht unentgeltlich im Internet zur Verfügung:
http://unctad.org/en/pages/PublicationWebflyer.aspx?publicationid=131

Der Beitrag aus dem Institut für Soziale Ökologie:
Fetzel, T., Niedertscheider, M., Erb, K. H., Gaube, V., Gingrich, H., Haberl, H., Krausmann, F., Lauk, C. and Plutzar, C. (2012). Human Appropriation of Net Primary Production in Africa: Patterns, trajectories, processes and policy implications. Paper commissioned by UNCTAD. Geneva. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.aau.at/sec
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