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Prekariat im 19. Jahrhundert

14.09.2012 - (idw) Universität Augsburg

Eine wissenschaftliche Tagung über "Armenfürsorge und Alltagsbewältigung in Stadt und Land" am 20. und 21. September 2012 in der Augsburger Fuggerei Augsburg/AS/KPP - Der praktische Umgang mit Armut - sowohl seitens der Armenfürsorge als auch seitens der von Armut Betroffenen selbst - ist der Gegenstand einer wissenschaftlichen Tagung, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit am 20. und 21. September 2012 in die Leonhardskapelle der Augsburger Fuggerei eingeladen ist (um Anmeldung wird gebeten). Bei der von den Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen, der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft und der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung veranstalteten Tagung werden aktuelle Forschungsergebnisse von Augsburger Historikern und weiteren Fachleuten aus ganz Deutschland und aus Großbritannien vorgetragen.

Armut ist ein zentrales Problem in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten. Der Diskurs über Wohlfahrtswesen und Bedürftigkeit ist Teil der Selbstdeutung von Gesellschaften, denn die Praktiken und Handlungslogiken sowie -strategien zur Existenzsicherung bilden zugleich die Grundlage sozialer, politischer, religiöser und kultureller Regeln im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Ziel der Tagung ist es weniger, die schon recht gut erforschte institutionelle Ebene von Armenfürsorge sowie die generellen Armutsursachen für verschiedene Gruppen und Räume zu betrachten, als vielmehr den praktischen Umgang mit Armut zu analysieren, und zwar sowohl aus der Perspektive der Armenfürsorge als auch aus der Sicht der Bedürftigen.

Vor der Folie der Umbrüche im 19. Jahrhundert wie Industrialisierung, Bevölkerungswachstum und Massenarmut einerseits und einer zunehmend staatlich getragenen Armenfürsorge andererseits stehen im Mittelpunkt des Interesses die Betroffenen selbst. Ihr Erleben von Armut und ihre Strategien zur Armutsbewältigung im städtischen und ländlichen Raum werden anhand überlieferter Selbstdarstellungen und amtlicher Dokumente vorgestellt. Mit Rekurs auf kommunale und private Initiativen der Armenfürsorge lässt sich wiederum auf den sich verändernden Umgang mit Armut im Industrialisierungsjahrhundert schließen. Dieser Perspektivenwechsel soll nicht nur ein weit differenzierteres Bild von Armut zeichnen, sondern in der Zusammenschau einen Blick in die Armut statt nur auf die Armut eröffnen.
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Weitere Informationen und Tagungsprogramm zum Download:
http://www.fugger.de/de/pdf/Tagung_20_21_September_2012.pdf

Tagungsort:
Leonhardskapelle der Fuggerei
Jakoberstraße 26
86152 Augsburg

Anmeldung und organisatorische Fragen:
Sabine Darius
Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen
Telefon: 0821/31 98 81 11
Fax: 0821/31 98 81 12
info@fugger.de

Für Fragen zum wissenschaftlichen Kontext:
Dr. Anke Sczesny
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