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Bürger fordern mehr Beteiligung bei Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

17.09.2012 - (idw) Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Am 15.9.2012 fand im Museum für Naturkunde Berlin, gleichzeitig mit 25 anderen Ländern aus allen Kontinenten, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Erhaltung der biologischen Vielfalt statt. Die knapp 100 Teilnehmer haben sehr konstruktiv überlegt, welche Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt nötig sind, resümiert Prof. Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor am Museum. Als besonders wichtige Handlungsfelder für die Zukunft wurden verstärkte Anstrengungen in Bildung und eine Umstellung des Konsumverhaltens herausgearbeitet. Die Teilnehmer repräsentierten ein breites Spektrum durch die Bevölkerung; alle Altersgruppen sowie die unterschiedlichsten Berufsgruppen waren vertreten, wobei die meisten sich selbst als bereits gut informiert einschätzten. Insgesamt wurden vier verschiedene Themenfelder an 14 verschiedenen Tischen diskutiert, ausgehend von unterschiedlichen Sichtweisen auf die Biodiversität selbst, über Landnutzungskonflikte zwischen Schutzgebieten und anderen Nutzungen an Land und im Meer bis hin zu globalen Gerechtigkeitsaspekten. In der Abschlussrunde gingen die Teilnehmer v.a. auf die Organisation des globalen Diskurses ein. Das Bedürfnis, den gesamten Dialog-Prozess, angefangen von der Formulierung der Fragen, mit gestalten zu können, wurde deutlich zum Ausdruck gebracht, berichtet Dr. Katrin Vohland, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum und verantwortlich für das Projekt. Allerdings sei die Organisation eines solchen Prozesses auf globaler Ebene eine große Herausforderung. Die starke Standardisierung der Fragen soll auch einen globalen Vergleich erlauben ergänzt Vohland. So zeigten erste im Internet verfügbare Ergebnisse, dass sich die Teilnehmer in Deutschland im Vergleich auch zu den meisten anderen Ländern als sehr gut informiert betrachteten, und stärker auch auf die Verantwortung von Unternehmen und der Bevölkerung setzen. Einstimmung herrscht bei der Ansicht, dass Industrieländer die Entwicklungsländer weiterhin bei der Einrichtung von Schutzgebieten und dem Meeresschutz unterstützen sollen, auch finanziell.



Als neues Thema wurde besprochen, ob man auch für genetische Ressourcen, die im Hochseegebiet außerhalb nationaler Gesetzgebung gesammelt werden, einen finanziellen Ausgleich zahlen soll. Hier sprachen sich bis auf die Teilnehmer in Chennai, einem von vier Orten in Indien, alle Beteiligten mit großer Zustimmung dafür aus.



Die internationale Dimension wurde nicht nur über die Video-Ansprache des Generalsekretärs des Abkommens zur Biologischen Vielfalt (CBD) deutlich, sondern v.a. über eine kurze Skype Konferenz zu den Diskutanten im Kongo. Das war ein berührender Moment und machte auch emotional erfahrbar, dass sich Menschen in Kinshasa mit genau den gleichen Fragen befassen, sagt Vohland, Umso spannender jetzt zu sehen, wie die Kongolesen die einzelnen Themen bewerten.



Die Ergebnisse werden jetzt weiter ausgewertet, veröffentlicht und insbesondere den Delegierten der nächsten Vertragsstaatenkonferenz zur Verfügung gestellt. Die Informationsmaterialien, insbesondere die Broschüre und die Filme, sind auch öffentlich nutzbar und können beispielsweise im Unterricht eingesetzt werden.



Die WWViews gehen auf eine Initiative des Dänischen Technologierats und des Sekretariats für das Abkommen zur Biologischen Vielfalt (CBD) hervor. Sie fand am 15. September an 34 verschiedenen Orten in 25 Ländern auf fünf Kontinenten statt. In Deutschland fand der Diskurs im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 Zukunftsprojekt Erde, welches zur Diskussion der Frage wie wollen wir leben und wirtschaften anregen soll, statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung darüber hinaus vom Leibniz-Verbund Biodiversität, den Freunden des Museums für Naturkunde Berlin e.V. und vielen mehr.





Mehr Informationen: http://www.wwviews-biodiversity.naturkundemuseum-berlin.de/



Internationale Ergebnisse der WWViews: http://biodiversity.wwviews.org/the-results





Fotos erhalten Sie unter:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/WWViews



Copyright: Museum für Naturkunde Berlin



Die Fotos können zur Berichterstattung in Zusammenhang mit der Pressemeldung kostenfrei verwenden werden.





Kontakt:



Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914, e-mail gesine.steiner@mfn-berlin.de; www.naturkundemuseum-berlin.de function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook


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