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FDP-Sprecher für Forschungspolitik Neumann besucht neues Anwendungszentrum am Fraunhofer IAP

18.09.2012 - (idw) Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Am 17. September 2012 besuchte der forschungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Professor Martin Neumann das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm. Begleitet wurde er von Marcel Yon, Kreisvorsitzender der FDP Potsdam und Mitglied im Landesvorstand sowie Jens Lipsdorf MdL, europapolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Landtag. Institutsleiter Professor Hans-Peter Fink informierte die Gäste über die Forschung in dem neu eröffneten Anwendungszentrum für Innovative Polymertechnologien und über die geplante Projektgruppe für »Biopolymeranwendungen« am BASF-Standort Schwarzheide. Bereits seit 20 Jahren erforscht das Fraunhofer IAP Polymere. Im Juni 2012 weihte es sein neues Anwendungszentrum ein zwei Gründe die Professor Neumann mit seinen Kollegen zum Anlass nahm, um sich über die aktuellen Forschungsarbeiten des Potsdamer Fraunhofer-Instituts einen Überblick zu verschaffen. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von dem hohen Innovationscharakter der Einrichtung. Im »Anwendungszentrum für Innovative Polymertechnologien« sollen künftig neue Technologien für organische Leuchtdioden ­(OLEDs) ­und organischen Solarzellen industrienah auf einer Pilotanlage entwickelt werden. Insbesondere flexible Produkte sollen hier entstehen. Weiterhin wollen die Fraunhofer-Forscher künstliche Augenhornhäute der zweiten Generation entwickeln und aus pflanzlichen Roh- und Reststoffen der Agrar- und Forstwirtschaft mit Hilfe neu entwickelter biotechnologischer Verfahren die enthaltenen Biopolymere, zum Beispiel Lignin, gewinnen und nutzbar machen. Diese sollen die Rohstoffpalette der chemischen Industrie maßgeblich erweitern.
»Der Schritt vom Labor bis zur industriellen Fertigung ist groß. Angewandte, industrienahe Forschung es ist ein Markenzeichen der Fraunhofer-Gesellschaft. Auch in dem neuen Anwendungszentrum werden wir diesem gerecht werden«, erklärte Professor Fink. Bereits 2005 eröffnete das Institut im mitteldeutschen Chemiedreieck in Schkopau ein Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung, in dem Prozesse und Verfahren industrienah erforscht und entwickelt werden können. Künftig will das Institut auch am BASF-Standort Schwarzheide marktnahe Forschung betreiben. In räumlicher Nähe zu dem Chemiegroßkonzern sollen in der neuen Projektgruppe »Biopolymeranwendungen« Technologien zur Verarbeitung von thermoplastischen biobasierten Kunststoffen entwickelt werden. Insbesondere konzentrieren sich die Fraunhofer-Forscher auf Polymilchsäure, kurz PLA. Dabei stehen Aspekte wie Funktionalität und Wirtschaftlichkeit mit dem Ziel im Vordergrund, in möglichst vielen Anwendungen Erdöl als Grundstoff durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen.
Für die technische Ausstattung der Projektgruppe erhält das Fraunhofer IAP Fördermittel vom Land Brandenburg in Höhe von einer Million Euro.

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Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm ist spezialisiert auf Forschung und Entwicklung für das gesamte Spektrum der Polymeranwendungen. Es unterstützt Unternehmen und Partner bei der maßgeschneiderten Entwicklung und Optimierung von innovativen und nachhaltigen Materialien, Prozesshilfsmitteln und Verfahren. Neben der umweltschonenden, wirtschaftlichen Herstellung und Verarbeitung von Polymeren im Labor- und Pilotanlagenmaßstab bietet das Institut auch die Charakterisierung von Polymeren an. Synthetische Polymere auf Erdölbasis stehen ebenso im Fokus der Arbeiten wie Biopolymere und biobasierte Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Anwendungsfelder sind vielfältig: Sie reichen von Biotechnologie, Medizin, Pharmazie und Kosmetik über Elektronik und Optik bis hin zu Anwendungen in Verpackungs-, Umwelt- und Abwassertechnik oder der Automobil-, Papier-, Bau-, und Lackindustrie.

Mit dem 2012 eröffneten Anwendungszentrum für Innovative Polymertechnologien vertieft und erweitert das Fraunhofer IAP seine Kernkompetenzen in der Polymerforschung. Hier werden Prozesse zur Herstellung innovativer Materialien sowie neue Technologien vom Labor- in den Technikumsmaßstab übertragen. Die Polycarbonat-Fassade des L-förmigen Anbaus weist in besonderer Weise auf seine Nutzung zur Polymerforschung hin. Das von der Hascher und Jehle Planungsgesellschaft mbH entworfene Gebäude besteht aus einem Kopfbau mit vier Vollgeschossen und einem dreigeschossigen flachen Riegel. Genutzt werden die ca. 2 800 m² Fläche für Büros und Laborflächen. Besonderheiten sind hierbei ein Reinraumtechnikum, ein biochemisches Technikum, das S1-Anforderungen erfüllt, weitere S1- und S2-Labore sowie abgedunkelte und schwingungsentkoppelte Sonderlabore für Mikroskopie und Laseranwendungen. Der 23 Mio Euro teure Erweiterungsbau wurde zu 50 Prozent aus dem EU-Regionalfonds EFRE und zu jeweils 25 Prozent vom Land Brandenburg und dem Bund finanziert. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook


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