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Kolumbien der weite Weg zu Kriegsbeendigung und Frieden

05.12.2012 - (idw) GIGA German Institute of Global and Area Studies

GIGA Focus Lateinamerika (11/2012)
von Sabine Kurtenbach

Kostenloser Download unter:
http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika

Kolumbiens Regierung und die Guerillagruppe FARC verhandeln seit 19. November 2012 in Havanna über die Beendigung des letzten und ältesten Krieges Lateinamerikas. In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden zahlreiche Kriege in Lateinamerika am Verhandlungstisch beendet. Guerillagruppen haben sich in Parteien transformiert, sitzen in Parlamenten und teilweise sogar in Regierungen. Die Erfahrungen in Zentralamerika sowie früherer Initiativen in Kolumbien selbst zeigen aber auch, welche gewichtigen Stolpersteine es bei Friedensverhandlungen aus dem Weg zu räumen gilt. Dazu gehören Fragen des Procedere, der Bearbeitung zentraler Konfliktursachen und der Umgang mit der Kriegsgewalt.

- Entgegen den Forderungen nach möglichst breiter Beteiligung an Friedensverhandlungen haben in Lateinamerika eher Elitenpakte zur Unterzeichnung von Abkommen geführt.

„„- Kriegsbeendigung und institutionelle Reformen haben vielfach die politische Partizipation zuvor ausgeschlossener Bevölkerungsgruppen ermöglicht, aber nur begrenzt zur Verringerung sozialer Ungleichheit beigetragen.

„„- Im Falle Kolumbiens stellen Regierung und FARC die Lage im ländlichen Raum an den Anfang der Verhandlungsagenda. Die ländliche Konfliktdynamik lässt sich aber nicht auf den traditionellen Gegensatz zwischen Großgrundbesitz und Kleinbauern reduzieren, sondern umfasst auch Veränderungen der Landnutzung.

„„- Die Frage des Umgangs mit der Kriegsgewalt ist durch die Existenz des internationalen Strafgerichtshofs wesentlich komplizierter geworden, weil damit traditionelle gentlemens agreements (Demobilisierung gegen Amnestie) faktisch ausgeschlossen sind.

„„- Ein Ende von Krieg schafft noch nicht automatisch Frieden, sondern kann auch zur Verlagerung der Gewalt aus dem politischen Raum führen. Nachhaltiger Frieden hängt vor allem vom Willen der beteiligten Eliten zu grundlegenden sozialen Reformen ab.

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