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Gießener Wissenschaftlerin erhält Forschungsstipendium der Deutschen Gesellschaft für Andrologie

16.01.2013 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Dr. Tali Lang wird mit 10.000 Euro durch die Firma Jenapharm gefördert Männliche Unfruchtbarkeit nach Infektionen im Fokus Dr. Tali Lang vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erhält das mit 10.000 Euro dotierte Forschungsstipendium der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (DGA). Die Förderung wird seit einigen Jahren von der Firma Jenapharm GmbH & Co. KG vergeben, um aktuelle Forschungsprojekte zur Männergesundheit zu unterstützen.

Dr. Tali Lang forscht als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Reproduktionsbiologie von Prof. Dr. Andreas Meinhardt. Sie untersucht, wie Infektionen der Genitalwege mit dem Bakterium E. coli die männliche Fruchtbarkeit reduzieren können. Infektionen und Entzündungen der Genitalwege sind bei verringerter männlicher Fruchtbarkeit in 8 bis 15 Prozent der Fälle die Ursache. Die Harn- und Samenwege sind beim Mann kontinuierlich miteinander verbunden, so dass aufsteigende Infektionen der Harnwege bei Männern auch zu Nebenhodenentzündungen führen können. Es wird angenommen, dass eine solche Entzündung die männliche Fruchtbarkeit reduziert, weil dabei Keimzellen oder Spermien den pathogenen Bakterien direkt ausgesetzt sind.

E. coli-Bakterien verursachen rund 80 Prozent der Harnwegsinfektionen. Manche Stämme geben Giftstoffe (Toxine) ab, die das Gewebe schädigen und die Immunantwort des Wirts beeinflussen können. So bleibt auch bei erfolgreicher Antibiotika-Therapie trotz Abwesenheit der Bakterien häufig eine reduzierte Fruchtbarkeit erhalten. Dies deutet darauf hin, dass die Bakterien bzw. die mit dem Infekt verbundene Entzündung an den Nebenhoden oder Hoden irreversible Schäden verursachen.

In ihrer Arbeit identifiziert Dr. Lang die Toxine, die von den Harnwegsleiden verursachenden E. coli-Stämmen produziert werden und die möglicherweise die Fruchtbarkeit von Männern verringern können. Ihr Ziel ist herauszufinden, ob bakterielle Toxine bestimmte Zuckermoleküle (Glykane) in der Membran von Spermien verändern. Da diese Glykane wichtig sind für das Erkennen der Eizelle und die Bindung daran, könnte hier eine mögliche Ursache für die reduzierte männliche Fruchtbarkeit nach einer Harnwegsinfektion liegen. An den Forschungsarbeiten beteiligt ist auch Dr. Sebastian Galuska vom Biochemischen Institut der JLU.

Kontakt:
Dr. Tali Lang
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Aulweg 123, 35385 Gießen
Telefon: 0641 99-47033 function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook

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