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Master-Absolventin erhält Preis der Bälz-Stiftung

17.01.2013 - (idw) Hochschule Biberach

Für ihre Master-Thesis Behaglichkeit als Regelgröße" hat Anita Hasert einen zweiten Preis der Bälz-Stiftung erhalten. Hasert ist Master-Absolventin der Hochschule Biberach im Studiengang Gebäudeklimatik; zuvor hatte sie ebenfalls in Biberach ein Architektur-Studium absolviert. Der Preis wurde am vergangenen Freitag (11. Januar 2013) in Berlin überreicht. An der Verleihung nahmen Anita Hasert sowie der betreuende Professor, Dr.-Ing. Martin Becker, teil. Becker ist Studiendekan des Master-Studienganges Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach und verantwortet dort die Lehrgebiete Mess-, Steuerungs- und Reglungstechnik, Gebäudeautomation und Energiemanagement.
 
Die Bälz-Stiftung wurde 1978 von der Firma W. Bälz & Sohn GmbH & Co., Heilbronn, gegründet und hat ihren Sitz an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Studiengang Gebäude- und Energietechnik. Die Stiftung fördert die anwendungsorientierte Ingenieurausbildung an Fachhochschulen unter anderem mit Seminaren und Wettbewerben für Studierende und Absolventen. Anita Hasert ist bereits die vierte Absolventin im Studiengang Gebäudeklimatik der Hochschule Biberach, die einen Preis der Bälz-Stiftung erhalten hat. Das spricht für die kontinuierlich hohe Qualität und den ausgewogenen Bezug aus Praxis und Theorie unseres Studiengangs Gebäudeklimatik", so Dr. Becker. Zumal der Bälz-Preis bundesweit und lediglich alle 2 Jahre ausgelobt werde.

Die Bälz-Stiftung würdigt mit der Abschlussarbeit von Anita Hasert die inhaltliche Auseinandersetzung mit Behaglichkeit; einer Thematik, die in den unterschiedlichen Bereichen der Fachwelt auf hohes Interesse stößt. In ihrer Master-Thesis betrachtete M. Sc. Anita Hasert die Bedeutung von Behaglichkeitskriterien in der Raumregelung und Gebäudeautomatisierung. Auf Grundlage von Simulationsstudien an einem konkreten Raummodell der Hochschule Biberach konnten hierbei detaillierte Untersuchungen der Regeloptimierung durchgeführt werden. Der Mensch als Hauptnutzer von bebautem Raum und damit maßgeblicher Grund bautechnischer Maßnahmen", beschreibt die Architektin und Ingenieurin ihr spezielles Interesse. Menschen sollen sich in Häusern und Räumen wohlfühlen und diese optimal nutzen können, egal ob es sich dabei um den privaten oder beruflichen Bereich handele, so die Absolventin. Hier spiele die Architektur ebenso eine Rolle wie die Gebäudetechnik. Zudem stehen Behaglichkeitsanforderungen keineswegs im Widerspruch zur energieeffizienten Klimatisierung von Gebäuden, vielmehr ermögliche die bedarfsoptimierte Auslegung die Berücksichtigung beider Anforderungen. Außerdem solle der Nutzer seinen Einfluss auf das Raumklima kennen und ein Bewusstsein für Energie und Kosten entwickeln können. Mit dem Verständnis gegenüber technischer Gebäudefunktionen steigen auch Akzeptanz und Wohlbefinden", so Hasert.

Die Schwierigkeit der Ausarbeitung lag zunächst darin, dass individuelle Empfindungen - Behaglichkeit, Wohlgefühl, Nutzerkomfort - des Menschen in einer bestimmten Raum- und Klimasituation keine wirklich messbare Größe darstellen und zudem durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Um eine hohe Anwendung in der standardisierten Raumautomation zu gewährleisten wurde das in der Branche bekannte Rechenmodell zur Beschreibung der Behaglichkeit nach Fanger vereinfacht; sodass die ursprünglich sechs Eingangsparameter auf die drei einfach zu ermittelnden Größen Bekleidungsisolation, Aktivitätsgrad und Raumlufttemperatur reduziert wurden. Die Ergebnisse der Arbeit erschließen wesentliche Erkenntnisse im Umgang mit Behaglichkeitskriterien, werfen jedoch auch neue Fragestellungen auf, die Potenzial für weitere Untersuchungen bieten, so Hasert.
Hochschule wie Anita Hasert verfolgen das Thema weiter: Denn die Absolventin arbeitet mittlerweile als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team von Prof. Becker am Forschungsinstitut für Gebäude- und Energiesysteme. Dort beschäftigt sie sich u.a. mit weitergehenden Fragestellungen der Raummodellierung, Behaglichkeit und Nutzerakzeptanz der Gebäudetechnik, insbesondere in Bezug auf den passenden Einsatz von Regelungstechnik und Gebäudeautomation. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook

Weitere Informationen: http://www.hochschule-biberach.de
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