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Wohin treibt der Arabische Frühling?

20.02.2013 - (idw) Max Weber Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Die Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe Geisteswissenschaft im Dialog findet am 4. März 2013 ab 18 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Die politischen Umwälzungen des sogenannten Arabischen Frühlings haben sich seit Dezember 2010 wie ein Flächenbrand über die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens ausgebreitet. Proteste, Aufstände und bewaffnete Konflikte erschüttern seitdem die Länder der Region. In Ägypten und Tunesien entmachteten die Aufständischen die autoritären Regierungen und ringen nun um eine neue politische und gesellschaftliche Ordnung. Libyen verfiel in einen Bürgerkrieg und auch in Syrien dauern die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition an. In anderen Staaten wie Marokko und Jordanien haben die Regime auf die Proteste reagiert und meinen, damit ihren Machterhalt zumindest bis auf weiteres gesichert zu haben.

Die Umwälzungen in der arabischen Welt sind in mehrfacher Hinsicht revolutionär, haben sie doch zu einem radikalen Wandel der sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen in den einzelnen Ländern geführt. All diese Prozesse sind allerdings bis dato bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Wie ungewiss das Gelingen der Demokratisierungsbestrebungen ist, zeigen die jüngsten Gewaltausbrüche und Massendemonstrationen in Ägypten.

Welche Rolle spielte und spielt der Islam für die Forderungen der Protestbewegungen? Welchen Stellenwert kann Religion in Politik und öffentlichem Leben der sich wandelnden arabischen Staaten einnehmen? Inwieweit können Demokratisierungsprozesse überhaupt gelingen? Wie könnte eine Demokratie in den Ländern der Region aussehen? Welche Rolle haben die sozialen Medien für die Mobilisierung der Demonstranten gespielt? Und welche Rolle spielen sie heute?

Über diese Fragen diskutieren die Professorin am Centrum für Nah- und Mitteloststudien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg und Leibniz-Preisträgerin (2012) Prof. Dr. Friederike Pannewick, der Direktor des Orient-Instituts Beirut Prof. Dr. Stefan Leder, der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Kai Hafez von der Universität Erfurt sowie Georges Khalil, wissenschaftlicher Koordinator des Forums Transregionale Studien sowie des Forschungsprogramms Europe in the Middle East The Middle East in Europe" (EUME). Es moderiert Karin Schädler, freie Journalistin.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt Geisteswissenschaft im Dialog herzlich zu einem Umtrunk ein. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei Herrn Joachim Turré unter turre@maxweberstiftung.de wird gebeten. Die Podiumsdiskussion ist eine gemeinsame Veranstaltung der Reihe Geisteswissenschaft im Dialog und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zu den Referenten finden Sie auf http://www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

Veranstaltungsort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Eingang Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist ein gemeinsames Projekt der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sie sich für wissenschaftlichen Austausch, exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland.

Die Max Weber Stiftung ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist eine Fach- und Ländergrenzen überschreitende Vereinigung herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit über 300-jähriger Tradition. Als größte außeruniversitäre geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung in der Region Berlin-Brandenburg sichert und erschließt sie kulturelles Erbe, forscht und berät zu gesellschaftlichen Zukunftsfragen und bietet ein Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook

Weitere Informationen: http://www.geisteswissenschaft-im-dialog.de/programm/veranstaltung/datum/2013/03... Anhang
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