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Schubkraft für Gründer durch Manager-Knowhow

25.02.2013 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft treibt Unternehmensgründungen aus der Forschung aktiv voran. An der Erprobung eines neuartigen Ansatzes beteiligten sich im Rahmen des fünfjährigen BMBF-Förderprojekts Externe Managementunterstützung 14 Leibniz-Institute mit Gründungsvorhaben. Leibniz-Forscher gehören zu den Besten ihrer Fachgebiete. Sie entwickeln innovative Lösungen für neue Produkte und Anwendungen. Oft fehlen den Wissenschaftlern aber die notwendigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, um ein Unternehmen zu gründen und diese Produkte zu vermarkten.

An diesem Punkt setzte das Projekt Externe Managementunterstützung der Leibniz-Gemeinschaft an. Vor und während der Gründung des neuen Unternehmens konnten die Leibniz-Forscher auf erfahrene Branchenexperten und Manager zurückgreifen, die ihnen über mehrere Monate bei konkreten Fragen des Marktzugangs, des Unternehmensaufbaus oder der Finanzierung halfen. Die neuen Technologien wurden so deutlich schneller in tragfähige Produkte und Geschäftsmodelle transformiert. Das Risiko eines vorzeitigen Scheiterns durch Managementfehler schon in der Gründungsphase verringerte sich erheblich. In einigen Fällen wurde die Gründung nach dem Managereinsatz verschoben, um noch wichtige Entwicklungsarbeiten durchzuführen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellte für das fünf Jahre laufende Vorhaben rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Über 80 Prozent der Summe wurde für den Einsatz von insgesamt 24 Managern und Beratern in 18 Gründungsvorhaben aus 14 verschiedenen Leibniz-Instituten aufgewendet. Bis zum Ende 2012 wurden dank der Unterstützung durch das Projekt zehn innovative Unternehmen gegründet. Im Laufe des Jahres 2013 werden voraussichtlich weitere sechs Gründungsvorhaben umgesetzt, bei denen zum Teil der Managereinsatz gerade erst abgeschlossen wurde. Bei zwei Vorhaben wurde zunächst von einer Gründung abgesehen, um die Produktideen der späteren Spin-offs weiterzuentwickeln.

Die Leibniz-Gemeinschaft stärkt mit diesem Projekt gemeinsam mit den beteiligten Instituten den Wissens- und Technologietransfer aus der Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft. Auf der Basis der Ergebnisse kann das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Leibniz-Gemeinschaft für ihre Mitgliedseinrichtungen in Sachen Gründungen und Technologietransfer weiter verbessert werden. Dazu gehört auch der Leibniz-Gründerfonds, der künftig die Leibniz-Institute bei der Finanzierung von Managereinsätzen in Gründungsvorhaben unterstützen wird.

Zu den im Rahmen des Projekts unterstützten Unternehmensgründungen gehören fünf herausragende Spin-offs:

- Aus dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle entstand die NH DyeAGNOSTICS GmbH, die einen speziellen Farbstoff zur Markierung und Identifizierung von Proteinen z.B. für medizinische Anwendungen entwickelt hat.
http://www.dyeagnostics.com/

- Auf die Fertigung von speziellen elektrisch beheizbaren Formwerkzeugen für den Automobil- und Flugzeugbau hat sich die Qpoint Composite GmbH spezialisiert, die aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden gegründet wurde.
http://www.qpoint-composite.de/

- Die Scidre GmbH ist eine Gründung aus dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden und bietet spezielle Anlagen aus dem Bereich Werkstoffforschung und Vakuumtechnik für industrielle Anwendungen an.
http://www.scidre.de/

- Eine völlig neue Art, Medikamente und Kosmetik für die Haut ohne Tierversuche zu testen, hat die Präventicon GmbH entwickelt, die mit Unterstützung des Projekts und des Leibniz-Instituts für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf gegründet wurde.
http://www.praeventicon.com/

- Im Anschluss an ein Projekt des Deutschen Instituts für internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt a. M. entstand die TBA 21 Assessment Systeme GmbH. Sie bietet auf wissenschaftlicher Grundlage Softwarelösungen für den Bildungsbereich an.
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/fileadmin/user_upload/downloads/Presse/Journal/Barkow_braucht_Urlaub_....pdf

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 42
Mobil: 0173 / 513 56 69
walther@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der WissenschaftsCampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook

Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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