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Jahrbuch 2003 für Sozialwesen, Gesundheitswesen und Theologie

20.11.2003 - (idw) Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen

Jahrbuch 2003 der KFH NW zur Europäisierung der Sozialen Arbeit, zu drg im Krankenhaus, zu Leistungen in privaten Generationenverhältnissen und anderen aktuellen Themen im Gesundheits-und Sozialwesen und in der Religionspädagogik.

Eine Beschreibung der aktiven Studierendengeneration im Sozialwesen - nach der fun generation - unternimmt der Kölner Soziologe Johann Michael Gleich.

Magdalena Stemmer-Lück (Psychologin) und Rolf Jox (Jurist) stellen die Entwicklung eines europäischen Lehrmoduls vor, das die Internationalisierung der Ausbildung in der Sozialen Arbeit befördert. Die KFH NW entwickelt das Modul als deutsche Vertreterin innerhalb des EU-Projekts "EuroSet".

Am Beispiel eines Aachener Seminarprojekts zeigen der Theologe Rainer Krockauer und der Sozialarbeiter Leo Gielkens die Bedeutung von Erinnerung für die Soziale Arbeit. Die Autoren stellen die Begegnung von Opfern nationalsozialistischer Gewaltherrschaft mit Studierenden der Sozialen Arbeit vor.

Mit der Einführung der diagnosis related groups (drg) in Krankenhäusern befasst sich der Kölner Jurist Volker Großkopf. Der Effizienz-Druck, dem mit drg begegnet werden soll, wird im Zusammenhang mit dem höchstrichterlichen Urteil zu Bereitschaftsdiensten als Arbeitszeit - und nicht mehr als Ruhezeit - analysiert.

Christiane Rohleder, Soziologin in Münster, klärt das Verhältnis zwischen immensen informellen, privaten Leistungen in Generationenbeziehungen einerseits und öffentlich finanzierten Leistungen andererseits.

Zur Gender-Debatte diskutiert der Paderborner Klaus Bendel den Befund, dass Frauen und Männer nichts mehr fürchten als in "ihren klassischen" Rollen nicht erkannt zu werden.

Wolfgang Domma, Kulturpädagoge in Aachen, schreibt zur Frage, was Kunst für die Erlebniswelt der Kinder bedeutet; romantisierende Vorstellungen Erwachsener - die häufig genug zur professionellen Grundlage Soziale Arbeit erklärt werden - räumt er aus dem Weg.

Der Kölner Sozialarbeitswissenschaftler Hugo Maier legt die Herkunft des Begriffs der Sozialen Arbeit frei und zieht dazu Lorenz von Stein (1815-1890) heran.

Schließlich befasst sich Manfred Belok mit dem Zauberwort "Kooperative Pastoral": statt dem steigenden Priestermangel mit dem tatsächlichen Konzept ehrlich zu begegnen, finde unter diesem Motto häufig nur die Verwaltung des Priestermangels statt.

Der abschließende Beitrag des Paderborner Theologen Werner Wertgen handelt von der Frage, was moralische Verpflichtungsverhältnisse für den Einzelnen handlungsorientiert bedeuten - und was nicht!


Das Jahrbuch 2003 der KFH NW ist im Lit-Verlag, Münster, erschienen. ISBN 3-8258-7062-9.

Die Autorinnen und Autoren des Jahrbuchs 2003 sind alle Professorinnen und Professoren an der KFH NW.

Die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen ist mit Abteilungen in Aachen, Köln, Münster und Paderborn, mit fünf Diplom- und fünf postgradualen Studiengängen, zwei Forschungsschwerpunkten (Sucht; Gender) und einem An-Institut (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., -dip-) die größte staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft.
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