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Fotos vom Krieg und seinen Folgen in Serbien

25.11.2003 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ausstellung an der Universität Jena zeigt ab sofort "12 Jahre Milosevic-Diktatur"

Jena (24.11.03) "12 Jahre Milosevic-Diktatur" lautet der Titel einer Foto-Ausstellung, die ab sofort im Hauptgebäude der Universität Jena (Fürstengraben 1, 1. OG) zu sehen ist. Bis zum 9. Dezember sind rund 60 Fotografien der serbischen Fotoreporter Slobodan Miljojkovic, Vladimir Dimitrijevic und Zeljko Sinobad ausgestellt. Es sind Fotos aus einem Land, das es in vielerlei Hinsicht nicht mehr gibt und wo der Krieg und seine Folgen immer noch den Alltag dominieren.

Die von der Botschaft Serbiens und Montenegros in Berlin zusammengestellte Exposition ist dank des Uni-Instituts für Slawistik und des Collegium Europaeum Jenense (CEJ) an der Friedrich-Schiller-Universität zu sehen. Die Bilder sprechen zwar für sich, doch sind sie treffender Hintergrund für zwei Tagungen, die demnächst in Jena stattfinden: Zum Symposium "Die Entwicklung des modernen Bürgerbewusstseins und demokratischer Strukturen in den Ländern des ehemaligen Ostblocks" am 26. November ebenso wie zur deutsch-serbischen Tagung "Serbien in Europa: Leitbilder der Moderne in der Diskussion" vom 3.-5. Dezember.

Die Fotografien zeigen das tägliche Leben in Serbien während der Milosevic-Herrschaft. Daher sind Politiker ein ebenso präsentes Motiv wie Soldaten. Zu sehen sind die Resultate des Krieges, Demonstrationen sowie der Alltag im und nach dem Krieg. Das Milosevic-Regime hat nicht nur die Balkan-Kriege der 90er Jahre angezettelt und damit eine ganze Region in Elend und Hass geführt. Es hat das alte Serbien sterben lassen und noch heute leiden die Menschen in und um Serbien an den Folgen des Kriegs.

"Die Erholung der ganzen Region im wirtschaftlichen und sozialen Bereich wird noch lange dauern und ist ohne Hilfe aus dem euro-atlantischen Ausland nicht denkbar", betont Botschaftsrat Dusan Bogdanovic aus der Berliner Botschaft von Serbien und Montenegro. Warum da so ist, zeigen die Momentaufnahmen der drei Fotografen. Und sie helfen auch ein wenig zu verstehen, wie serbische Geschichte ausgesehen hat und warum Versöhnung auf dem Balkan so schwierig ist.
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