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Energieeffizient forschen und studieren am Umwelt-Campus

05.08.2013 - (idw) Hochschule Trier

Energieeffizient forschen und studieren am Umwelt-Campus erste Ergebnisse des Forschungsprojektes REGENA

Wer kennt das nicht? Das Fenster ist gekippt, draußen beträgt die Temperatur minus 10°C und die Heizung läuft auf Hochtouren. Oder man geht mal schnell aus dem Büro (was sich leider auf 2 Stunden ausdehnt) und der Computer ist angeschaltet.
Hier kommt das Forschungsprojekt Ressourceneffizienz im Gebäudebetrieb durch Nutzerintegration und Automation - REGENA ins Spiel, welches im Rahmen des Förderprogramms Energetische Betriebsoptimierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bis Ende Mai 2016 gefördert wird. Gemeinsam mit zwei Projektpartnern beschäftigen sich Wissenschaftler am Umwelt-Campus Birkenfeld mit der Frage, wie neue und vorhandene Automationstechniken und die Einbindung der Gebäudenutzer optimal aufeinander abgestimmt werden können, um den Energieverbrauch (Strom, Wärme und Kälte) an Hochschulen zu senken.
Zur Überprüfung des Energieverbrauches werden in drei Messperioden die Verbräuche von Strom, Wärme und Kälte in ausgewählten Gebäudeteilen gemessen. Begleitet werden die Messungen von psychologischen Erhebungen zu den Rahmenbedingungen und dem Nutzerverhalten. Zwischen den Messperioden werden neben technischen Optimierungen auch Schulungen durchgeführt, in denen die Studierenden und die Mitarbeiter über energiesparendes Verhalten und den richtigen Umgang mit der Automationstechnik informiert werden. Dabei erwarten die Wissenschaftler am UCB eine stetige Steigerung der Einspareffekte durch die optimierte Abstimmung von Nutzerverhalten und Automatisierung.
Natürlich haben wir schon seit Projektbeginn Überlegungen angestellt, welche Automationstechniken sinn- und wirkungsvoll sind. Dafür gehen wir auch durch unser Gebäude und suchen nach sogenannten Energiefressern. Dabei ist uns z.B. aufgefallen, dass die Getränkeautomaten Tag und Nacht kühlen oder auch an Tagen, an denen der Campus geschlossen ist, erzählt Andrea Christian, Projektmitarbeiterin. Die Lösung hierfür liegt nahe: Pro Getränkeautomat sollte eine Zeitschaltuhr installiert werden, deren Kosten sich auf ca. 20,- belaufen. Schon nach 2 Monaten hat sich diese Investition amortisiert, weil damit ca. 140,- Stromkosten im Jahr eingespart werden können.
Aktuell sind die Projektmitarbeiter dabei, die Erfassung des Wärmeverbrauches in der nächsten Heizperiode vorzubereiten. Dabei werden zusätzlich, neben den bereits vorhandenen Wärmemengenzählern, elektronische Heizkostenverteiler zum Einsatz gebracht, um die Verbräuche einzelner Heizkörper ermitteln zu können.
Diese müssen zunächst parametriert werden, d.h. jeder Heizkostenverteiler muss mittels einer speziellen Software auf die spezifischen Werte des Heizkörpers (Hersteller / Modell, Heizkörperleistung) eingestellt werden, an dem er installiert wird. Dabei sind auch Studierende beteiligt, die als wissenschaftliche Hilfskraft neben ihrem Studium erste Erfahrungen in der Forschung sammeln können.
Den Studierenden am Umwelt-Campus bieten sich neben dem Forschungsprojekt REGENA noch zahlreiche Möglichkeiten in unterschiedlichsten spannenden Forschungsprojekten mitzuarbeiten, sei es als wissenschaftliche Hilfskraft oder im Rahmen einer Projekt- bzw. Abschlussarbeit.
Weitere Informationen finden Sie unter http://iss.umwelt-campus.de.
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