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Kolonialismus und Dekolonisation als Gegenstand der internationalen Geschichtsdidaktik

02.09.2013 - (idw) Universität Augsburg

Als Präsidentin der International Society of History Didactis (ISHD) erwartet die Augsburger Historikerin Prof. Dr. Susanne Popp rund 70 Referentinnen und Referenten aus der ganzen Welt bei der von ihr organisierten ersten Kolonialismus-Tagung der internationalen Geschichtsdidaktik vom 16. bis zum 19. September 2013 in der Tutzinger Akademie für Politische Bildung. Augsburg/Tutzing/SP/KPP - Mit der Kolonialisierung, der Dekolonisation und der post-kolonialen Theorie sowie speziell mit der Relevanz dieses hochaktuellen Themas für die internationale Didaktik der Geschichte setzt sich eine internationale Konferenz auseinander, die vom 16. bis zum 19. September 2013 von der Augsburger Historikerin und Geschichtsdidaktikerin Prof. Dr. Susanne Popp an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing veranstaltet wird. Mehr als 50 Beiträge werden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus vier Kontinenten beigesteuert werden, die der Einladung Popps - seit 2011 amtierende Präsidentin der International Society of History Didactis (ISHD), des führenden internationalen wissenschaftlichen Fachverbandes - nach Tutzing folgen werden.

Die Tagung "Colonialism, Decolonization and Post-colonial Historical Perspectives - Challenges for History Didactics and History Teaching in a Globalizing World ist die erste, die den Kolonialismus und die Dekolonisation als Thema der internationalen Geschichtsdidaktik aufgreift und sich den Herausforderungen stellt, mit denen dieses Thema die Geschichtsdidaktik und den Geschichtsunterricht im Kontext der Globalisierung konfrontiert.

Überblick, Perspektivenabgleich und Netzwerkbildung

"Wir wollen zunächst", so Popp, "einen umfassenden Überblick über den internationalen Stand der geschichtsdidaktischen Forschung zu diesem Thema gewinnen. Darüber hinaus sollen die vielfältigen Perspektiven verglichen und dabei weiterentwickelt werden, die sich aus den theoretischen Divergenzen der aktuellen Historiographie und weit mehr noch aus den unterschiedlichen kolonialen Erfahrungen ergeben." Denn die Geschichte der Kolonialmächte steht hier z. B. den Erfahrungen in den ehemaligen Kolonien gegenüber, und höchst unterschiedlich zeigen sich auch die Wege der Dekolonisierung und der postkolonialen Entwicklung. Mit Blick auf eine Anbahnung transnationaler Forschungsnetzwerke geht es der Konferenz dann aber v. a. auch um den lebendigen Dialog und das Ausloten möglicher gemeinsamer Forschungsperspektiven.

Die Bildungsministerin von Kap Verde und rund 70 weitere Referentinnen und Referenten aus 25 Ländern Afrikas, Amerikas, Asiens und Europas

Susanne Popp freut sich besonders, dass sie ihre Kooperationspartnerin aus Botswana, Prof. Dr. Lily Mafela, die an der Entwicklung des geschichtsdidaktischen Konzepts "History of Africa" für die UNESCO beteiligt war, für den Kreis der Keynote-Speakers gewinnen konnte und ebenso die Bildungsministerin von Kap Verde, die Historikerin Prof. Dr. Fernanda Marques. Der afrikanische Kontinent ist zudem mit Vortragenden aus der Republik Südafrika und aus dem Senegal vertreten, die weiteren Referentinnen und Referenten kommen aus Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, England, Estland, Finnland, Griechenland, Italien, Japan, Österreich, Polen, Russland und Schweden, aus der Schweiz und der Slowakei, aus Südkorea, der Türkei, Ungarn und aus den USA.

Zunehmende europäische Resonanz im Zeichen wachsender Globalisierungskritik

Dass das Tutzinger Tagungsthema - nicht zuletzt im Kontext einer wachsenden Globalisierungskritik unter dem Stichwort "Neokolonialismus"- zunehmend auch Resonanz auf europäischer Ebene findet, zeigt unter anderem das jüngst genehmigte EU-Projekt "Codec" zum Thema "Kolonialismus. Susanne Popp ist an diesem Projekt als Vertreterin des Bereichs der international ausgerichteten Geschichtsdidaktik beteiligt.

Von der DFG gefördert

Die internationale geschichtsdidaktische Tagung "Colonialism, Decolonization and Post-colonial Historical Perspectives" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing großzügig unterstützt.
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Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Susanne Popp, Präsidentin der International Society of History Didactis (ISHD)
Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, Universität Augsburg, 86135 Augsburg
Telefon: +49(0)821-598-5556, susanne.popp@phil.uni-augsburg.de Weitere Informationen:http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/didaktik/downloads/Pr... - Tagungsprogramm zum Downloadhttp://ishd.co/ - International Society For History Didactics
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