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PR-Managerin mit Kopftuch?

02.09.2013 - (idw) SRH Hochschule Berlin

Von Vielfalt und Integration ist in der Medien- und Kommunikationsbranche wenig zu spüren. Dadurch geht viel Potential und Kreativität verloren, findet Prof. Dr. Anabel Ternès und engagiert sich für Chancengleichheit. Die viel gepriesene Vielfalt in unserer Gesellschaft ist insbesondere in Kommunikationsberufen deutlich unterrepräsentiert. Nachwuchstalente nicht-deutscher Herkunft müssen noch immer gegen Vorurteile ankämpfen, ihnen wird kaum die entsprechende Kommunikationskompetenz zugetraut.

Anabel Ternès, Professorin für Kommunikationsmanagement an der SRH Hochschule Berlin, sieht darin eine Verschwendung riesigen Potentials. Viele junge Menschen aus Einwandererfamilien wollen lieber in klassische Ingenieurberufe gehen. Sie sehen in der Kommunikationsbranche keine Perspektive. Eine türkisch-stämmige Schülerin gestand mir, sie interessiere sich sehr für PR-Arbeit, sorge sich aber ob, sie als Frau mit Kopftuch in dieser Branche akzeptiert würde.

Um das zu ändern, setzt sich Anabel Ternès als Mentorin bei Initiativen wie der Deutschlandstiftung Integration und den Neuen Deutschen Medienmachern aktiv für mehr Vielfalt und Chancengleichheit ein. Sie begleitet derzeit drei junge Studentinnen auf ihren Weg zu erfolgreichen PR-Managerinnen.
Gerade in den Kommunikationsberufen ist es unglaublich wichtig, verschiedene Perspektiven und den unterschiedlichen Umgang mit bestimmten Themen zu fördern. Von bestehenden Stereotypen in diesem Berufsfeld müssen wir uns verabschieden und den Weg für Nachwuchstalente unabhängig ihrer Herkunft öffnen. Genau wie die Zielgruppen der Kommunikation sollten auch Kommunikationsexperten diese Vielfalt reflektieren, betont Anabel Ternès.

Als Deutschlands Hochschule mit dem höchsten Anteil an Studierenden aus anderen Ländern und an Studierenden mit Migrationshintergrund legt die SRH Hochschule Berlin großen Wert auf die Förderung junger Menschen nicht-deutscher Herkunft und auf ein interkulturelles Miteinander auf Augenhöhe. Das Mitglied der Charta der Vielfalt lebt Vielfältigkeit im Alltag und lehrt diese in der interkulturellen Ausrichtung der Studiengänge.
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