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Mit Hip-Hop die Welt verbessern? Symposium und Live-Act zur Wirkung der "berüchtigten" Musik

03.09.2013 - (idw) VolkswagenStiftung

Hip-Hop hat sich aus den schwarzen Ghettos Nordamerikas heraus als Subkultur weltweit verbreitet. Dass der Musikstil vor allem außerhalb der USA auf aktuelle Ereignisse reagiert, politische Statements formuliert und soziale Gerechtigkeit einklagt, ist die These des Symposiums "Hip-Hop as Social and Political Empowerment" vom 11. bis 14. September in Hannover. Im Begleitprogramm: ein öffentlicher Hip-Hop-Abend am 13. September mit bekannten Rappern aus Afrika und Frankreich im Haus der Jugend. Frauenfeindlich, gewaltverherrlichend, aggressiv diese Attribute werden dem Hip-Hop gewöhnlich zugeschrieben. Weit weniger bekannt ist, dass heute viele Rap-Texte positive Botschaften transportieren. Viele Beispiele dafür finden sich im Umfeld des Arabischen Frühlings: Junge Rapper konnten hier erstmals öffentliche Aufmerksamkeit erregen und ihre Wünsche und Hoffnungen mithilfe der Musik publik machen. Im Symposium werden 25 Forscher diskutieren, wie das internationale politische, soziale und kulturelle Umfeld die Inhalte des Hip-Hop prägen.

Mit einem eigens organisierten Hip-Hop-Abend soll auch die Öffentlichkeit in Hannover für die Musik interessiert werden. Im Haus der Jugend werden die Künstler und kulturellen Akteure El-Deeb, Hamé, Soultana, Master Soumis und L'imbattable erwartet, die gemeinsam mit Hip-Hop-Musikern aus der Region unter dem Motto "Rap Edutainment" auftreten.

Die VolkswagenStiftung fördert die Tagung im Rahmen ihrer Initiative "Symposien und Sommerschulen".

Symposium:
Hip-Hop as Social and Political Empowerment
11. bis 14. September 2013, 9 bis 18 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Öffentliche Live Hip-Hop-Veranstaltung:
Rap Edutainment
13. September 2013, 21 Uhr
Haus der Jugend, Maschstraße 22, Hannover

Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die öffentliche Musikveranstaltung hin. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Pressevertreter(innen) sind herzlich eingeladen, an dem Symposium, einzelnen Teilen der Veranstaltung oder dem Hip-Hop-Abend teilzunehmen. Gerne organisieren wir Interviewtermine für Ihre Berichterstattung. Eine Anmeldung wird erbeten unter presse@volkswagenstiftung.de.

PROGRAMM SYMPOSIUM:

Panel 1 (Chair: Heike Raphael-Hernandez, Mainz / Eva Kimminich, Potsdam, Germany)

Murray Forman, Boston, USA: North American Hood Work: Hip-Hop, Youth Advocacy and Model Citizenry
Naomi Bragin, Berkeley, USA: Hip-Hop Dance as Black Power: Oakland Turfing, Harlem Shaking, and Re-Locating Black Movement on Screen
Andreana Clay, San Francisco, USA: Hip-Hop as Social Justice Framework for Feminist and Queer Activist Movements
Charity Marsh, Regina, Canada: 'Reluctant Warriors': Hip-Hop as a Contemporary Politics of Resistance for Indigenous Youth in Canada

Panel 2 (Chair: Astrid Haas, Bielefeld, Germany)

Dawn-Elissa Fischer, San Francisco, USA: Hip-Hop Activism in Colombia
Thomas F. DeFrantz, Durham, USA: Hip Hop Habitus: Global Circulations of African and Latino American Movements
Breitner Tavares, Brasilia, Brazil: Youth Cultures and Urban Sociability: Rap and Hip-Hop Culture on the Periphery of Brasília- Brazil
Jacqueline Couti, Lexington, USA: Hip-Hop Kreyol: Identity, Diasporic Spaces and Rhythm of Empowerment in the French Antilles

Panel 3 (Chair: Carla Müller-Schulzke, Berlin, Germany)

Griff Rollefson, Berkeley, USA/Cambridge, UK: Ghetto Grammar: Hip-Hop as Postcolonial Critique in the UK
Shanthini Pillai, Kuala Lumpur, Malaysia: Contemporary Malaysian Hip-Hop Artists as Agents of Sociocultural Engagement
Hamé, Paris, France: Hip-Hop Activism in France and Post-revolutionary North Africa
Mehmet Asci, Hannover / Ceyhun Yildirim, Hildesheim, Germany: Edutainment: Hip-Hop and Social Work in Hannover, Germany

Panel 4 (Chair: Stephan Eberhard, Potsdam, Germany)

Adam Haupt, Cape Town, South Africa: Framing Race and Place in South African Hip-Hop Documentaries
Rushay Booysen, Port Elizabeth, South Africa: Hip-Hop Activism in the Eastern Cape
Eva Kimminich, Potsdam, Germany: Sociopolitics of Rap in Subsaharian Francophone Africa
Master Soumis, Bamako, Mali: Rap and Democracy in Mali

Panel 5 (Chair: Ariane Schröder, Potsdam, Germany)

Kendra Salouis, New York City, USA: "Min Zanqa l Zanqa" "From Street to Street": Embodied Listening, Ethical Performance, and Urban Youth Activism in Moroccan Hip-Hop
Soultana, Casablanca, Morocco: Female Rappers in Morocco
Nabil Alawi, Nablus, West Bank, Palestine: From the Lamenting Minstrel to the Rapper: Hip-Hop and Resistance in Palestine
LImbattable, Sfax, Tunisia: The Role of Rap before, during, and after the Jasmine Revolution
El Deeb, Cairo, Egypt: Hip-Hop, Egypt, and the Arab Spring

Panel 6 (Chair: Mareen Belloff, Potsdam, Germany)

Heike Raphael-Hernandez, Mainz / Eric Eising, Potsdam, Germany: Race and Hip Hop in Germany: Brothers Keepers and Afro-Germans
Sina Nitsche, Dortmund, Germany: Rapping Ones Identity from Margin to Center: Hip-Hop in the Ruhr Pott
Anna Oravcoka, Prague, Czech Republic: The Social Consciousness of the Czech Rap Music

PROGRAMM HIP-HOP-ABEND "RAP EDUTAINMENT":

Café Nanas, Haus der Jugend, Hannover
13. September 2013, Einlass ab 20 Uhr, Beginn 21 Uhr, Eintritt frei

Internationale Hip-Hop-Künstler:

Hamé von der Gruppe La Rumeur aus Frankreich
Master Soumis aus Mali
L'ímbattable aus Tunesien
El-Deeb aus Ägypten
Soultana aus Marokko

Regionale Hip-Hop-Künstler:

Jarys&Matyes
Onkel Simmie aka SMO feat. Bespoke
Proff D.R. & Notas
419 Members Only
B-chris & Rec-Z

Durch das Programm des Abends führt Rap-T, Begründer von beactive.

Hintergrund Symposienwochen:

Die VolkswagenStiftung fördert Symposien, die der innerwissenschaftlichen Kommunikation dienen. Damit unterstützt die Stiftung Veranstaltungen aller Fachgebiete, die zum Ziel haben, neue wissenschaftliche Ideen und Forschungsansätze zu behandeln. Sie ist dabei nicht auf bestimmte Fachgebiete beschränkt und möchte innovative Formate fördern. Ein interdisziplinärer und internationaler Kontext sind dabei ebenso wichtig wie eine aktive Beteiligung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ab Herbst 2013 finden die Symposien vorwiegend im Frühjahr und Herbst im neu errichteten Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Dadurch bündelt die VolkswagenStiftung ihre bisher bundesweit geförderten Symposien in Hannover. Über das Gesamtprogramm der Symposienwochen gibt das Referat Kommunikation der VolkswagenStiftung gerne Auskunft. Weitere Informationen:http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/programme/2013_Veranstaltun... Das Programm mit allen Daten und Zeiten.http://www.volkswagenstiftung.de/presse Die Pressemitteilung im Internet.http://www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen Weitere Informationen zu Veranstaltungen der VolkswagenStiftung.

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