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Gemeinsam Forschen für Europa

04.09.2013 - (idw) Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Am 3. September trafen sich in Berlin hochrangige Vertreter aus Agrarforschung, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Praxis, um gegenseitige Erwartungen und Kooperationsmöglichkeiten auf EU-Ebene zu diskutieren. Im Mittelpunkt der internationalen Veranstaltung standen die großen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Will man dem Klimawandel oder der fortschreitenden Verknappung natürlicher Ressourcen erfolgreich begegnen und die Welternährung dauerhaft sichern, sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich. Dabei spielt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auch über fachliche Grenzen hinaus eine entscheidende Rolle. Lösungsansätze erhofft man sich insbesondere von der Wissenschaft und der Forschung. Die EU-Kommission unterstützt mit verschiedenen Instrumenten die Vernetzung der relevanten Akteure in Europa. Ziel ist ein gemeinsamer europäischer Forschungsraum (EFR), der durch Vernetzung, Kooperation, Arbeitsteilung und einen effizienten Ein-satz der Fördermittel gekennzeichnet ist. Ein wichtiger Sektor ist die Agrarforschung.

Ein bedeutender Akteur in der europäischen Forschungskoordination ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), das sich gemeinsam mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) an zahlreichen, grenzüberschreitenden Forschungsverbünden beteiligt. Beispielgebend sind insbesondere die Entwicklung von Techniken für eine ressourcenschonende und nachhaltige Landwirtschaft und deren Überführung in die Praxis.

Herausforderungen bewältigen Zukunft gestalten

Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), eröffnete zusammen mit BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden die internationale Konferenz Gemeinsam Forschen für Europa in Berlin.
Erfolgreiche Kooperationen in der Agrarforschung sind ein Schlüsselelement, um den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel und der wachsenden Weltbevölkerung erfolgreich begegnen zu können. Unser Ziel muss es daher sein, dass die europäische Agrarforschung zukünftig noch mehr zusammengeführt und gestärkt wird, hob der Staatssekretär hervor. BLE-Präsident Eiden betonte: Wir werden den nationalen und europäischen Erfolg nur ausbauen können, wenn wir die neue europäische Forschungs- und Innovationsförderung verstehen und anwenden. Dazu müssen Akteure aus Forschung, Wirtschaft, Praxis, Verwaltung und Politik zu Kooperationen unter dem Motto 'Gemeinsam Forschen für Europa' mobilisiert werden.

In der Konferenz wurden erfolgreiche europäische Kooperationen und Innovationen im Bereich der Agrar- und Landtechnik vorgestellt (ERA-Nets ICT-AGRI). Sie zeigen die Innovationskraft und den Nutzen von Netzwerkprojekten. Im Hinblick auf die Aktualität des Themas Bienengesundheit überreichte Staatssekretär Kloos einen Zuwendungsbescheid für ein innovatives Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Gesundheitsüberwachungssystems für Bienenvölker. Derartige Kooperationsprojekte können im Europäischen Forschungsraum eine Leuchtturmfunktion einnehmen und Wegweiser für das nächste EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" sein.

Vertreter der EU-Kommission stellten neue Förderinstrumente vor und zeigten Zukunftsperspektiven auf. Das neue Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 wird eine starke Gewichtung auf die Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie die Förderung des Wis-sensaustauschs legen. Davon wird auch die der Landwirtschaft verbundene Industrie profitieren, für die Innovationen mit Blick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit von vitalem Interesse sind, so Staatssekretär Dr. Kloos. Weitere Informationen:http://www.bmelv.dehttp://www.ble.dehttp://db-ictagri.eu/ict-agri/content/home.php

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