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Erfolgsmuster eines Jungforschers: Erneut hohe Auszeichnung für START-Preisträger Thomas Pock

04.09.2013 - (idw) Technische Universität Graz

Mustererkennung als Basis für einen Erfolgsweg: Nachdem der Grazer Telematiker Thomas Pock vom TU-Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen erst im Juni mit dem österreichischen START-Preis als junger Spitzenforscher ausgezeichnet wurde, erhält er heute, Mittwoch, 4. September, den mit 5.000 Euro dotierten deutschen Mustererkennungspreis 2013. Dieser verfolgt das Ziel den herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchs in den Bereichen Mustererkennung, Computersehen und Maschinelles Lernen zu fördern. Der Erfolg hat fast schon Methode, wenn ein Jungforscher innerhalb nur weniger Monate mehrere Preise bekommt. Nach dem START-Preis, der höchst dotierten Förderung für Nachwuchsforscher in Österreich, folgt heute für Thomas Pock eine hohe Auszeichnung unter den besten seines Fachs: Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung vergibt den Deutschen Mustererkennungspreis jährlich für herausragende, international sichtbare Forschung in den Bereichen Mustererkennung, Computersehen und Maschinelles Lernen. Pock befasst sich mit bestimmten Modellen der Computer Vision, also dem maschinellen Sehen oder Bildverstehen von Computern, mit dem Ziel, die computergesteuerte Bildverarbeitung an das visuelle System des Menschen anzunähern.

Forschen nach menschlichem Vorbild

In Zeiten, wo jeder mit seinem Smartphone einen leistungsstarken Rechner in der Hosentasche hat, liegt der Forschungsschwerpunkt von Thomas Pock am Puls der Zeit. Durch die rasante Entwicklung von Bildaufnahmesystemen wie sie nicht nur in Smartphones, sondern auch in hochauflösenden Digitalkameras oder medizinischen Scannern integriert sind, ist die Computer Vision ein zentrales Thema in Forschung und Industrie. Das große Vorbild für Computer Vision ist dabei das menschliche visuelle System, das selbst unter widrigsten Bedingungen, etwa beim Autofahren bei Regen und Dunkelheit, die wichtigen Dinge wahrnehmen kann. Dieses funktioniert durch eine Kombination aus Vorwissen und beobachteten Informationen. Hier liegen laut Pock die besonderen Herausforderungen für die Computer Vision: Die Probleme der Computer Vision sind besonders komplex, weil man aus Bildern, die durch eine Projektion der dreidimensionalen Welt auf die zweidimensionale Bildebene entstanden sind, wieder auf die dreidimensionale Welt rückschließen möchte, erklärt der Forscher. Im Projekt "Bilevel Lernen in der Computer Vision" will er daher die Lücke zwischen der Computer Vision und dem menschlichen visuellen System ein Stück weiter schließen.

Erfolgsweg im Überblick

Geboren 1978 in Graz entschied sich Thomas Pock nach der HTL für Maschinenbau in Klagenfurt und dem abgeleisteten Wehrdienst für das Telematikstudium an der TU Graz. 2008 schloss er sein Doktorat ab und war einige Monate als PostDoc an der Universität Bonn tätig, bevor er im Oktober 2008 als Universitätsassistent an seine Alma Mater zurückkehrte. Seit Anfang 2012 ist Thomas Pock Assistenzprofessor am Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz. Von 2009 bis 2013 war er zudem Vorsitzender der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung (OAGM).

Bildmaterial auf Anfrage verfügbar.

Rückfragen:
Ass.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Pock
Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen
E-Mail: pock@icg.tugraz.at
Tel.: +43 (0) 316 873 5056
Mobil: +43 (0) 650 2305978
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