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Fachleute fordern engere Zusammenarbeit von Agrar- und Ernährungswissenschaften

24.09.2013 - (idw) SV Entwicklung ländlicher Räume / GIZ

Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie der Gesundheitsbereich müssen künftig enger zusammenarbeiten, so eine der Forderungen bei der internationalen Konferenz Science Forum 2013 in Bonn. Nur so kann man Ernährungsdefizite und Unterernährung auf breiter Front erfolgreich bekämpfen. Das ist wichtig, um die Situation der zwei Milliarden Menschen verbessern, die derzeit an Mangelernährung und verborgenem Hunger leiden. Milch macht groß und kräftig, das zeigt die Auswertung vieler Studien, die bei der internationalen Konferenz Science Forum 2013 in Bonn vorgestellt wurde. Eine Tasse Milch am Tag trägt nachweislich zu einer besseren Ernährung und zum Wachstum unterernährter Kinder bei. In Entwicklungsländern leiden 165 Millionen Kinder an den Folgen von Unterernährung. Sie beeinträchtigt ihr Wachstum und ihre geistige Entwicklung. Besonders wichtig für die Versorgung mit Mikronährstoffen sind Fleisch, Milch und andere Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, aber auch Obst, Gemüse und Getreide. Die Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Vitaminen und Mikronährstoffen ist nur als zusätzliche Maßnahme sinnvoll, so Lindsay Allen vom United States Department of Agriculture (USDA). Um Ernährungsdefizite und Unterernährung auf breiter Front erfolgreich zu bekämpfen ist es wichtig, dass Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie der Gesundheitsbereich künftig enger zusammenarbeiten.

Die dreitägige Veranstaltung Science Forum 2013 steht ganz im Zeichen von Ernährung und Agrarforschung. Dabei geht es nicht nur um künftige neue Forschungsergebnisse, sondern vor allem auch darum, die vorhandenen anzuwenden. Für die Agrarwissenschaften bedeutet diese neue Ausrichtung ein Umdenken, daran ließen die Fachleute keinen Zweifel. Es geht nicht mehr nur um Produktivität und höhere Einkommen der Bauern, sondern vor allem auch um die Gesundheit von Milliarden von Menschen. Diese müsse zukünftig deutlich stärker in den Fokus der Agrarforschung rücken, forderten die anwesenden Wissenschaftler/-innen.

Veranstalter der internationalen Konferenz Science Forum 2013 Nutrition and Health Outcomes: Targets for Agricultural Research vom 23.-25. September in Bonn ist der Independent Science and Partnership Council der CGIAR. CGIAR ist eine weltweite Partnerschaft von Organisationen, die sich für eine Sicherung der Welternährung einsetzen. Deutschland unterstützt diese Organisationen jährlich mit 20 Millionen Euro. Gastgeber der Konferenz ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Informationen:http://www.scienceforum13.orghttp://www.bmz.de/de/was_wir_machen/themen/les/ernaehrung/index.html
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