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150 Jahre Astronomische Gesellschaft

24.09.2013 - (idw) Astronomische Gesellschaft

Festveranstaltung auf der Jahrestagung der AG in Tübingen

1863 wurde die Astronomische Gesellschaft (AG) in Heidelberg gegründet. 2013 und damit genau 150 Jahre später feiert die AG nun ihr Jubiläum im Rahmen ihrer traditionellen Herbsttagung vom 23. bis 27. September in Tübingen. Ein Höhepunkt ist die unterhaltsame Festveranstaltung mit besonderen Gästen am Mittwoch, dem 25. September, ab 15 Uhr im Hörsaalzentrum der Universität (Auf der Morgenstelle 16). Gründungszeit in Heidelberg eine Zeit der klassischen Astronomie

Im August des Jahres 1863 wurde die AG als internationale wissenschaftliche Gesellschaft in Heidelberg gegründet. Ihr primäres Ziel damals war die Förderung der Wissenschaft durch Ausführung solcher Arbeiten, welches ein systematisches Zusammenarbeiten vieler erfordern. Natürlich könnte dieser Satz auch heute zutreffen, denn gerade in unserer Zeit ist die astronomische Forschung besonders geprägt durch aufwändige Großprojekte wie den Bau und Betrieb von High-Tech-Teleskopen am Boden und im Weltraum, die technisch und finanziell fast nur noch durch internationale Konsortien realisiert werden können. Damals jedoch bezog sich diese Aufgabe im Wesentlichen auf die akribische Katalogisierung von einfachen Eigenschaften wie Helligkeit und Position der damals beobachtbaren Sterne und Nebel. Es war die Zeit einer ersten systematischen Bestandsaufnahme als Basis für die Zukunft. Wie Sterne tatsächlich funktionieren oder dass viele dieser Nebel keine Gaswolken in unserer Milchstraße sind, sondern eigene Galaxien in unvorstellbaren Distanzen von diesen Erkenntnissen war man damals quasi noch Lichtjahre entfernt.

Von der Astronomie zur modernen Astrophysik - die AG heute.

Mit der Entwicklung neuer Technologien und Messmethoden wie der Astrofotografie und der Spektroskopie wandelte sich die Astronomie immer mehr zur Astrophysik und eine Flut neuer Entdeckungen förderte auch die Entwicklung fundamentaler physikalischer Theorien über die Natur der Himmelskörper und die Struktur und Entwicklung des Universums insgesamt. Diese wissenschaftlichen Fortschritte, aber auch politische und gesellschaftliche Ereignisse wie die Kriegsjahre, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung veränderten maßgeblich die Aufgabenstellungen der AG bis ins 21. Jahrhundert. Der Wandel der Astronomie und mit ihr der AG wird eindrucksvoll und unterhaltsam in der von Prof. Dietrich Lemke vom Max-Planck-Institut für Astronomie herausgegebenen Festschrift Bilder und Geschichten aus 150 Jahren beschrieben, die in der Festveranstaltung (s.u.) vorgestellt wird und als Buch erhältlich ist.

Heute ist die Astronomische Gesellschaft eine moderne Organisation zur Förderung der Wissenschaft geworden, so AG-Präsident Prof. Andreas Burkert. Zu ihren wichtigsten Aktivitäten zählen die Durchführung wissenschaftlicher Tagungen, die Herausgabe von Publikationen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Auszeichnung hervorragender WissenschaftlerInnen, sowie Öffentlichkeitsarbeit und Bildung.

Festveranstaltung in Tübingen

Insbesondere die Herbsttagungen der AG haben eine lange Tradition. Im Jubiläumsjahr ist nun Tübingen Tagungsort, dessen Eberhard Karls Universität übrigens selbst ein sehr passendes Jubiläum feiert: die Gründung ihrer Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ebenfalls vor 150 Jahren.

Für die Astronomische Gesellschaft ist das Jubiläum natürlich ein Anlass zum Feiern und deshalb sind Medienvertreter herzlich willkommen zur Festveranstaltung am Mittwoch, dem 25. September um 15:00 Uhr am Hörsaalzentrum, auf der Morgenstelle 16. Neben der Begrüßung durch den AG-Präsidenten Prof. Andreas Burkert und feierlichen Grußworten prominenter Gäste wie Regierungsdirektorin Dr. Heike Prasse vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Präsidenten der Royal Astronomical Society, Prof. David Southwood, beinhaltet das bunte und unterhaltsame Programm rund um die Geschichte der AG auch Musik und Kurzfilme.

Ein Höhepunkt ist der Festvortrag mit dem Titel Die nächsten 150 Jahre - das beste kommt noch! von Prof. Rolf-Peter Kudritzki vom Astronomischen Institut der Universität Hawaii.
Außerdem werden die Gäste zur oben erwähnten Festschrift eine ganz besondere Buchpräsentation von Prof. Dietrich Lemke erleben können.
Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Klaus Jäger und Dr. Thomas Rauch.

Die Festveranstaltung ist Teil der diesjährigen Herbsttagung der Astronomischen Gesellschaft vom 23. bis 27. September 2013 an der Universität Tübingen, die unter dem Titel Waves and Particles: Multi-Messengers from the Universe Astrophysikerinnen und Astrophysiker aus der ganzen Welt zusammenbringt. Weitere Höhepunkte sind die Vergabe wichtiger Forschungspreise sowie ein öffentlicher Vortrag von Astrophysiker und Fernsehmoderator Harald Lesch am 26.September um 19 Uhr. Alle Veranstaltungen finden statt am Hörsaalzentrum, Auf der Morgenstelle 16.

Details zum Programm erfahren Sie auf der Webseite der Tagung
http://www.uni-tuebingen.de/de/35929
und in unserer Pressemitteilung vom 17. September 2013.

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Kontakt / Wichtige Hinweise für Journalisten

Nähere Auskünfte erteilen der Pressesprecher der AG und der Vorsitzende des Lokalen Organisationskomitees, die auf Anfrage auch Interviewtermine koordinieren.

Dr. Klaus Jäger (Pressesprecher der Astronomischen Gesellschaft)
Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
Tel.: +49 (0) 6221 528 379, Email: jaeger@mpia.de

Dr. Thomas Rauch (Vorsitzender des Lokalen Organisationskomitees)
Institut für Astronomie und Astrophysik, Tübingen
Tel.: +49 (0) 7071 29 78614, Email: rauch@astro.uni-tuebingen.de

Während der Tagung erreichen Sie die Kontaktpersonen per Email oder über den Registrierungsstand der Tagung im Hörsaalzentrum, Tel.: 07071 29 - 70101


Journalisten können sich beim Tagungsbüro vor Ort direkt anmelden

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Die Astronomische Gesellschaft (AG) ist eine Organisation zur Förderung der Wissenschaft. Zu ihren wichtigsten Aktivitäten zählen: die Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, die Herausgabe von Publikationen, die Förderung junger Astronomen, die Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler, sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Bildung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.astronomische-gesellschaft.org
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