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David-Katz-Vorlesung: Hochbegabung und Inklusion

26.09.2013 - (idw) Universität Rostock

Am 27.09.13 von 09.30 bis 14.00 Uhr veranstaltet das Institut für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz der Universität Rostock im Orgelsaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock die 4. David-Katz-Vorlesung.

David Katz, einer der bedeutendsten deutschen Psychologen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt als Begründer der modernen Psychologie an der Universität Rostock. Im Mittelpunkt der 4. David-Katz-Vorlesung steht in diesem Jahr eine Diskussion über Hochbegabung und Inklusion, die aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht geführt werden soll. Im ersten Teil der Veranstaltung verabschiedet das Institut für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz auch seine langjährige Mitarbeiterin, Frau Prof. Dr., in einem feierlichen Rahmen.

Den Festvortrag der 4. David-Katz-Vorlesung hält Prof. Dr. Christian Fischer von der Universität Münster zum Thema Individuelle Förderung (hoch-)begabter Kinder mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten - Denkweisen auf dem Weg zu einer inklusiven (Grund-)Schule.

Im Anschluss an die David-Katz-Vorlesung findet ein Symposion zum Thema Hochbegabung und Inklusion statt. Doktoranden und enge Kooperationspartner des Instituts für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz werden Beiträge zu den Themen Autismus und Hochbegabung sowie Evaluation von besonderen schulischen Fördermaßnahmen für Hochbegabte in Mecklenburg-Vorpommern liefern. Jan Kwietniewski von der Beratungsstelle Besondere Begabungen Hamburg wird über das Hamburger Projekt Schmetterlingsschulen berichten, in dem sich Grundschulen zu begabungsfreundlichen Schulen weiterentwickeln.

Hintergrundinformationen zu David Katz
Mit den David-Katz-Vorlesungen wird an einen der bedeutendsten Psychogen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erinnert. David Katz (1884-1953) stammte aus einer jüdisch-orthodoxen Familie, studierte, promovierte und habilitierte sich in Göttingen, bevor er im Jubiläumsjahr der Universität Rostock (1919) eine neu geschaffene Professur erhielt. Die Wahl fiel auf David Katz, weil er eine empirisch bzw. experimentell ausgerichtete Psychologie vertrat, die vor allem für die Lehrerbildung fruchtbar werden sollte. In seiner Rostocker Zeit entwickelte David Katz das Institut für Psychologie zu einer wissenschaftlichen Einrichtung, die weit über die Universität und Rostock hinaus ausstrahlte. David Katz befasste sich in Rostock mit einem breiten Spektrum an Themen: Neben Aspekten der Wahrnehmungspsychologie und der Sozialpsychologie bearbeiteten David Katz und seine Promovenden Themen, die heute der Entwicklungs- oder Sonderpädagogischen Psychologie zugeordnet werden könnten. In manche davon sind offensichtlich auch Ideen und Arbeit seiner kongenialen Frau Rosa eingegangen. Diese machte in ihren Publikationen nicht nur die reformpädagogischen Ideen Maria Montessoris in Deutschland bekannt, sondern erprobte die Konzepte in einem Projektkindergarten in Warnemünde auch praktisch..

David Katz stand in engem Kontakt mit der Deutschen und Europäischen Psychologie. Seine internationale Bekanntheit half der Familie Katz auch nach der Machtergreifung des Nationalsozialistischen Regimes, denn David Katz wurde zum Sommersemester 1933 beurlaubt und durch seine Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand zum 1.1.1934 vom akademischen Leben ausgeschlossen. David Katz ging zunächst nach England und siedelte mit seiner Familie 1937 nach Stockholm über, wo er an der dortigen Universität die Psychologie aufbaute. Seine Frau Rosa betätigte sich auch in Stockholm weiter in der Kinderpsychologie. 1951 stand David Katz dem 13. Internationalen Kongress der Psychologie in Stockholm vor.


Kontakt:
Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Institut für Pädagogische Psychologie Rosa und David Katz
Prof. Dr. Christoph Perleth
Fon: +49 (0)381 4 2650
Mail: christoph.perleth@uni-rostock.de

Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de
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