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PK: Das Iwalewahaus als Impulsgeber für afrikanische Gegenwartskunst

14.10.2013 - (idw) Universität Bayreuth

Am Freitag, 18. Oktober 2013, um 18:00 Uhr lädt das Iwalewahaus der Universität Bayreuth zu einer Pressekonferenz mit international namhaften Vertretern der westafrikanischen Kunstszene ein. Die PK findet im Gebäude des Iwalewahauses in der Münzgasse 9 in Bayreuth statt. Anlass ist die Eröffnung des internationalen Symposiums "From Mbari Mbayo to the Iwalewa-Haus" und die Vernissage der Ausstellung "Visions & Talents". Beide Veranstaltungen sind thematisch eng miteinander verknüpft und werden von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

*Das Symposium bietet einen Rückblick auf die Entwicklung des Iwalewahauses seit den 1980er Jahren und die von seinem Gründer Ulli Beier mitinitiierte Kunst- und Kulturförderung in Westafrika. Zugleich aber thematisiert es neue Herausforderungen für die Förderung afrikanischer Künstlerinnen und Künstler im internationalen Kontext. Die Veranstaltung vom 18. bis 20. Oktober 2013 ist ein Forum für den Dialog zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa, USA und Afrika.

*Die begleitende Ausstellung, die noch bis zum 3. November 2013 geöffnet ist, zeigt Werke der klassischen Moderne Afrikas und bietet damit Einblicke in das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern, die aus Anlass des Symposiums das Iwalewahaus besuchen. Die ausgestellten Werke werden dabei durch einen zeitgenössischen Film und Plakate ergänzt.

Während der Pressekonferenz wird der Leiter des Iwalewahauses, Dr. Ulf Vierke, für Auskünfte zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Iwalewahauses zur Verfügung stehen. Zugleich werden mit Obiora Udechukwu und Muraina Oyelami zwei bildende Künstler teilnehmen, die die Kunstszene im westafrikanischen Raum in den letzten Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt und sich ein hohes internationales Ansehen erworben haben. Zudem hat die nigerianische Design-Künstlerin Nike Davies-Okundaye, die als eine der führenden afrikanischen Batik-Künstlerinnen gilt, ihre Teilnahme zugesagt. Nicht zuletzt werden auch der Kunstkritiker und Journalist Alexandre Pomar sowie der Kunsthistoriker Rowland Abiodun, der als Professor of the History of Art and Black Studies am Amherst College in Massachusetts/USA tätig ist, den Medien zur Verfügung stehen.

Die Universität Bayreuth freut sich darüber hinaus, den Unternehmer Heinz Greiffenberger bei der Pressekonferenz willkommen heißen zu können. Er ist seit vielen Jahren dem Iwalewahaus verbunden und leistet als privater Sammler einen aktiven Beitrag zur Förderung afrikanischer Künstlerinnen und Künstler.

Der Veranstaltungstitel "From Mbari Mbayo to the Iwalewa-Haus" verweist auf die in den 1960er Jahren unter Mitwirkung von Ulli Beier gegründeten Clubs in Nigeria, die sich schon bald zu Zentren der intellektuellen und künstlerischen Avantgarde in Westafrika entwickelten. Die Begriffe "Mbari" und "Mbayo", die diesen Zentren ihren Namen gegeben haben, sind Synonyme und bedeuten "Aufbruch und Erneuerung". In einem Prozess des Wandels befindet sich heute auch das Iwalewahaus, das sich in den mehr als 30 Jahren seines Bestehens zu einem international hochgeschätzten Impulsgeber, Archiv und kreativen Labor für afrikanische Gegenwartskunst entwickelt hat. Nach seinem Umzug wird sich das Iwalewahaus schon in naher Zukunft in einer völlig veränderten Ästhetik präsentieren, nur hundert Meter von seinem historischen Standort entfernt. Auch dieser Aufbruch zu neuen Ufern ist ein Thema des Symposiums und zuvor der Pressekonferenz.

Das Symposium und die Ausstellung markieren daher einen Höhepunkt und zugleich den Abschluss der Ära im alten Iwalewahaus. Beide Veranstaltungen erinnern daran, dass sich der Nachlass des 2011 verstorbenen Gründers Ulli Beier und seiner Ehefrau Georgina Beier seit dem Frühjahr 2012 im Iwalewahaus befindet. Der Nachlass umfasst eine große Vielfalt an Fotos, audiovisuellen Medien, Dokumenten und Publikationen. Er wird von der Universität Bayreuth in Kooperation mit dem Centre for Black Culture and International Understanding (CBCIU) in Oshogbo, Nigeria bearbeitet. Seitens der Universität Bayreuth ist zusammen mit dem Iwalewahaus, das dieses Projekt federführend koordiniert, auch das digitale Forschungsarchiv der Afrikawissenschaften DEVA damit betraut, den Nachlass in digitaler Form aufzubereiten und für zukünftige Forschungsprojekte bereitzustellen. Das umfangreiche und in wichtigen Teilen noch nicht publizierte Material wird neue Einblicke in das Leben und Wirken der Kunstmäzene in Afrika im Allgemeinen und Ulli Beiers im Besonderen ermöglichen.


Kontaktadresse für weitere Informationen:

Sigrid Horsch-Albert
Universität Bayreuth
-Iwalewahaus
Münzgasse 9
D- 95444 Bayreuth
Tel: +49 (0) 921 / 55 - 4610
E-Mail: sigrid.horsch-albert@uni-bayreuth.de
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