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Uni Osnabrück lädt zu Gallotropismus-Tagung

15.10.2013 - (idw) Universität Osnabrück

Im Rahmen des Forschungsprojekts »Gallotropismus und Zivilisationsmodelle im deutschsprachigen Raum (1660-1789)« findet vom 23. bis 26. Oktober eine Tagung an der Universität Osnabrück statt. Das von Prof. Dr. Wolfgang Adam (Universität Osnabrück) und Prof. Dr. Jean Mondot (Bordeaux III) geleitete Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Agence nationale de la recherche (ANR) gefördert. Der Osnabrücker Kongress »Gallotropismus im Spannungsfeld von Attraktion und Abweisung« wird von Prof. Adam (Osnabrück), Prof. Dr. York-Gothart-Mix (Marburg) und Prof. Mondot (Bordeaux) ausgerichtet. Die Veranstaltung im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16 / Kamp, an der Literaturwissenschaftler, Historiker und Vertreter der Kunstgeschichte aus Frankreich, Italien, England, der Schweiz und Deutschland teilnehmen, bildet den Abschluss einer Kolloquiumsreihe, die sich vorher in Paris, Bordeaux, Göttingen und Bern mit dem Phänomen des Gallotropismus beschäftigt hat. Grundidee des Projekts ist es, aus primär literaturwissenschaftlicher Sicht unter der innovativen Fragestellung des Tropismus das Forschungsfeld der deutsch-französischen Kulturbeziehungen im 17. und 18. Jahrhundert zu bearbeiten.

Anders als die schematischen Begriffe der älteren »Einflussforschung«, welche die Beziehung zwischen deutscher und französischer Kultur mit den Begriffen der Bewunderung (»Gallophilie«) und Ablehnung (»Gallophobie«) beschrieben hat, eröffnet dabei der Begriff des »Gallotropismus« als neutrales Untersuchungsinstrument neue Perspektiven. Dies gilt besonders für die Erforschung der Orientierung einer kulturellen Einheit an einem fremden Zivilisationsmodell.
Prof Adam: »Es ist für uns Veranstalter eine große Freude, dass wir führende germanistische Literatur- und Kulturwissenschaftler aus ganz Europa für diese Tagung gewinnen konnten.« Zum Abendvortrag von Gilbert Merlio (Paris IV) am Donnerstag, 24. Oktober, um 20.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, der sich Nietzsches Verhältnis zur französischen Aufklärung widmet, ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Wolfgang Adam, Universität Osnabrück
Interdisziplinäres Institut
für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4457
E-Mail: wadam@uni-osnabrueck.de
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