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Forschungstag des Jungen Kollegs zum Thema "Zeit" am 25.10.2013 in Düsseldorf

23.10.2013 - (idw) Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste

"Vom unendlichen Fortschritt zur Nanosekunde - Wissenschaftliche Betrachtungen unserer Zeit" - unter diesem Thema steht der diesjährige Forschungstag des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, zu dem wir Sie am Freitag, 25. Oktober 2013 nach Düsseldorf einladen.
Über Ihre Berichterstattung freuen wir uns.

Forschungstag des Jungen Kollegs: Vom unendlichen Fortschritt zur Nanosekunde - Wissenschaftliche Betrachtungen unserer Zeit
Freitag, 25. Oktober 2013, 13:00 bis 17:30 Uhr
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Palmenstr. 16, 40217 Düsseldorf
Um Anmeldung wird gebeten unter presse@awk.nrw.de Zur Veranstaltung:
Augustinus berühmtes Diktum, wenn er nicht gefragt werde, was Zeit sei, wisse er es, wenn er aber danach gefragt werde, könne er es nicht erklären, hat bis heute wenig von seiner Suggestivkraft eingebüßt. Zeit ist zwar eine der grundlegenden Kategorien der menschlichen Wahrnehmung, zugleich aber anscheinend auch eine der am schwierigsten zu fassenden. Es gibt keine privilegierte Wissenschaft, die die Natur der Zeit erforschen könnte. Vielmehr wird die Frage, was Zeit ist, in den verschiedenen Disziplinen ganz unterschiedlich gestellt. Das Junge Kolleg untersucht diese Vielfalt der Ansätze und konzentriert sich dabei vor allem auf zwei Bereiche.

Zunächst geht es um Zeiterleben und Zeitwahrnehmung: Was wissen die Neurowissenschaften über die physiologischen Prozesse der Zeitwahrnehmung im Gehirn und was weiß die Altorientalistik darüber, wie die Menschen vor 4000 Jahren ihre Zeit wahrgenommen haben? Wie wird die Zeitwahrnehmung gesteuert, so dass in neunzigminütigen Spielfilmen Jahre und Jahrzehnte zu vergehen scheinen?

Der zweite Abschnitt widmet sich der Zukunft und damit einem zentralen Aspekt unserer Zeit: Seit wann gibt es die Idee des menschlichen Fortschritts und wie plausibel ist sie heute? Wie steht es um unsere technischen Möglichkeiten, zukünftige Entwicklungen vorauszusagen, und wie kleinteilig wird die Physik unsere Zeit in der Zukunft zerlegen?

Das Ziel des Forschungstags ist also nicht, die Frage des Augustinus endgültig zu beantworten, sondern vielmehr zu zeigen, wie produktiv es ist, sie aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neu zu stellen.

Programm
Begrüßung 13.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Dr. David P. Schweikard, Sprecher des Jungen Kollegs
Einführung
PD'in Dr. Dr. Svenja Caspers und Dr. Rüdiger Graf, Mitglieder des Jungen Kollegs

Panel I: Zeiterleben und Zeitwahrnehmung
Moderation: Prof. Dr. Klaus von Stosch, ehemaliger Sprecher des Jungen Kollegs (Theologie, Paderborn)
Unsere innere und äußere Uhr Zeitwahrnehmung aus Sicht der Hirnforschung; PD'in Dr. Dr. Svenja Caspers, Junges Kolleg (Hirnforschung, Jülich)
Zurück in die Zukunft Zeiterleben vor 4000 Jahren, Dr. Susanne Paulus, Junges Kolleg (Altorientalistik, Münster)
As time goes by Zeit im Film, Bernd Lange, (Drehbuchautor, Berlin)

Diskussion

Pause 15.00 15.30 Uhr

Panel II: Die Zukunft unserer Zeit
Moderation: Prof.in Dr. Stefanie Scheu, ehemalige stv. Sprecherin des Jungen Kollegs (Immunologie, Düsseldorf )
Tomorrow Never Dies Die Langlebigkeit des Fortschrittsdenkens im 19. und 20. Jahrhundert, Dr. Rüdiger Graf, Junges Kolleg (Geschichtswissenschaft, Bochum)
Der Blick in die Zukunft Vorhersagbarkeit von Natur und Technik, Dr. Roger Sauer, Junges Kolleg (Mechanik, Aachen)
Eine Geschichte der kurzen Zeit, Dr. Alex Greilich, Junges Kolleg (Physik, Dortmund)

Diskussion
Ende: 17.30 Uhr

Über das Junge Kolleg
Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in NRW wurde mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Mercator im Jahre 2006 das Junge Kolleg gegründet, in das bis zu 30 herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen auf jeweils vier Jahre berufen werden können. Ihnen wird Gelegenheit gegeben, ihre Projekte in interdisziplinären Arbeitsgruppen unter dem Dach der Akademie zu diskutieren und sich mit der etablierten Wissenschaftselite auszutauschen. Sie erhalten ein jährliches Forschungsstipendium und projektbezogene weitere Mittel. Ab dem Jahre 2014 wird das Land Nordrhein-Westfalen die weitere Finanzierung des Jungen Kollegs übernehmen. Weitere Informationen:http://www.awk.nrw.de Anhang

Einladungsflyer
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