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Studierendenrekord - HRK mahnt Koalitionäre: Verbesserung der Grundfinanzierung muss kommen

26.11.2013 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Zur Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts über die aktuellen Studierendenzahlen an den deutschen Hochschulen erklärte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Dr. Horst Hippler, heute in Berlin:

Zum sechsten Mal in Folge verzeichnen die deutschen Hochschulen einen Rekord bei den Studierendenzahlen. Die Hochschulen haben in allen letzten Jahren mehr Studienanfängerinnen und -anfänger aufgenommen, als vom Hochschulpakt vorgesehen war. Diese andauernde Kraftanstrengung ist zu Lasten der Substanz der Hochschulen gegangen. Die Hochschulen müssen jetzt endlich besser und nachhaltiger ausgestattet werden. Für die neue Legislaturperiode brauchen wir neben der Fortsetzung des Hochschulpaktes einen verlässlichen Aufwuchs bei der Grundfinanzierung der Hochschulen. Dies muss auch im Koalitionsvertrag eindeutig festgelegt werden.

Acht Monate nach der letzten Aufstockung des Hochschulpaktes werden die Sollzahlen schon wieder um rund 20.000 zusätzliche Studienanfänger übertroffen. Dennoch haben die Hochschulen mit ihren Anstrengungen im Rahmen des Hochschulpaktes in den letzten Jahren positive Entwicklungen möglich gemacht:

Mit dem überproportionalen Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger an Fachhochschulen ist der politisch gewünschte Ausbau der Fachhochschulen vorangebracht worden.
In den Schlüsselbereichen für die deutsche Wirtschaft sind die Anfängerzahlen deutlich erhöht worden. In diesem Jahr gibt es beispielsweise einen überproportionalen Anstieg der Studienanfänger in den Fächern Informatik (4,4 Prozent), Elektrotechnik (3,1 Prozent) und Bauingenieurwesen (3,4 Prozent).
Auch den Anteil der Frauen in diesen Schlüsselbereichen haben die Hochschulen in den letzten Jahren erheblich gesteigert.

Angesichts dieser Leistungen der deutschen Hochschulen ist eines klar: Es reicht nicht aus, auf die jedes Jahr über den Prognosen liegenden Studierendenzahlen mit einer nachträglichen Aufstockung des Hochschulpaktes zu reagieren. Damit werden die Grenzen der Belastbarkeit der Hochschulen überschritten. Eine verbindliche und nachhaltige Verbesserung der Grundausstattung muss kommen.

Mit 2,6 Millionen Studierenden hat das Statistische Bundesamt für das Wintersemester 2013/14 den sechsten Studierendenrekord in Folge gemeldet. Damit waren 120.000 Studierende (4,5 Prozent) mehr als im Vorjahr an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Gegenüber 2012/13 bedeutet dies eine Steigerung um 4,5 Prozent. Die Zahl der Studienanfänger stieg von 2012 auf 2013 um 12.000 (2 Prozent) auf über eine halbe Million. Weitere Informationen:http://www.hrk.de
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