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Weg frei für CESSDA die europäische Daten-Infrastruktur startet

11.12.2013 - (idw) GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Zum zweiten Mal hat sich die General Assembly des Consortium of European Social Science Data Archives (CESSDA) am 4.12.2013 in Bergen/ Norwegen getroffen und Vorsitz sowie Board of Directors gewählt. Als Vorsitzender der CESSDA General Assembly wurde Prof. York Sure-Vetter, Präsident von GESIS Leibniz- Institut für Sozialwissenschaften gewählt. Dr. Markus Quandt, ebenfalls GESIS, wird Mitglied des Board of Directors. Bergen / Norwegen: Die sozialwissenschaftliche Forschungsdatenlandschaft in Europa ist vielfältig und der Zugang zu den einzelnen Studien wäre unübersichtlich und schwer wenn es nicht die Datenarchive gäbe. Das Consortium of European Social Science Data Archives (CESSDA) setzt sich seit 1976 für einen einheitlichen und grenzüberschreitenden Zugang zu sozialwissenschaftlichen Forschungsdaten ein und wurde mitgegründet u.a. vom Zentralarchiv für empirische Sozialforschung, einem Vorgängerinstitut von GESIS, dem Norwegian Social Science Data Service (NSD) und dem UK Data Archive . Als eines der ersten Projekte der auf der ESFRI Roadmap gelisteten Infrastrukturen ist der informelle Zusammenschluss europäischer Archive formell in eine übergeordnete Organisation mit eigener Rechtsperson übergegangen. Die Infrastruktur basiert auf eine Übereinkunft der zunächst 13 beteiligten Nationen und wird entsprechend von einem Konsortium der beteiligten Länder getragen. Über service provider in jedem Mitgliedsland wird sichergestellt, dass die Ziele, wie einen einfachen Zugang zu hochwertigen Daten zu erleichtern und dadurch Forschung und Lehre zu unterstützen, erreicht werden.
Am 5.12.2013 trafen sich Vertreter aus dreizehn Mitgliedsländern, politische Vertreter wie Robert-Jan Smits, Generaldirektor der DG Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, Bjørn Haugstad, Staatssekretär des Norwegischen Ministeriums für Bildung und Forschung, Myron Gutmann, ehemaliger Leiter der amerikanischen National Science Foundation im Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Beatrix Vierkorn-Rudolph, ehemalige Vorsitzende des European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI) und Leiterin des BMBF-Referats für Großgeräte und Grundlagenforschung und Sonderaufgabe ESFRI, in Bergen, um den Launch des Archivverbunds in eine Infrastruktur zu feiern.
Am Tag zuvor wurden die Organe der neuen CESSDA gewählt: Die General Assembly mit je zwei Vertretern der 13 Mitglieder wählte zu ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. York Sure-Vetter (Präsident von GESIS) und zu ihrer Vize-Vorsitzenden Kari Balke Øiseth. In das Board of Directors, Exekutivorgan von CESSDA, wurden neben dem Vorsitzenden Bjørn Henrichsen, Direktor von NSD, sechs Mitglieder gewählt, darunter auch Dr. Markus Quandt von GESIS. Der Hauptsitz ist in Bergen in Norwegen, das CESSDA-Training Center ist in GESIS am Standort Köln verortet.
Weitere Informationen unter
www.cessda.net
Ansprechpartner:
Dr. Markus Quandt,
Leitung Internationale Umfrageprogramme, GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften,
E-Mail: markus.quandt@gesis.org
Kerstin Hollerbach
Kommunikation, GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften,
E-Mail: kerstin.hollerbach@gesis.org
www.gesis.org
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Als die größte deutsche Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften steht das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Forscherinnen und Forschern auf allen Ebene ihrer Forschungsvorhaben mit seiner Expertise und seinen Dienstleistungen beratend zur Seite, so dass gesellschaftlich relevante Fragen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Methoden, qualitativ hochwertiger Daten und Forschungsinformationen beantwortet werden können. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und unterhält institutionelle und projektbezogene Kooperationen mit diversen Universitäten. GESIS ist an wichtigen europäischen und internationalen Studien und Projekten wie u.a. dem European Social Survey (ESS) und der European Value Study (EVS), dem europäischen Archivverbund CESSDA und dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt.

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