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Engagierte Studierende und DKMS registrierten über 250 potentielle Spender

10.01.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Franziska Mieland (24) und Lukas Karau (23) sind stolz: Über 250 Studierende haben sich bei unserer Stammzell-Typisierungsaktion registrieren lassen und stehen nun über die Datei der DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei - weltweit als potentielle Spender zur Verfügung, um an Blutkrebs Erkrankten zu helfen, berichten die beiden Studierenden des Tourismusmanagements.

Ursprünglich initiiert durch Ralf Kunze, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz und selbst Stammzell-Spender, und mit Unterstützung der studentischen Initiative HIT e.V. (Harzer Interessengemeinschaft der Tourismusstudierenden) wurde die DKMS bereits vor über sechs Monaten kontaktiert und mit der Planung der Aktion begonnen. Die Studenten aufzuklären ist uns das Wichtigste; falls wir dann noch die weltweite Datenbank mit ein paar neuen Registrierungen vergrößern können, ist unser Ziel mehr als erreicht! Kurz vor Weihnachten war es dann soweit, auf dem Wernigeröder Campus wurden die zur Typisierung benötigten Wattestäbchen ausgepackt. Unterstützt wurde die gemeinsame Aktion durch eine Mitarbeiterin der DKMS sowie über 15 freiwillige Helfer. Regionale Bäckereien, unser Studentenwerk, die Initiativen unserer Hochschule und ein Blumenfachgeschäft hatten uns mit reichlich Verpflegung sowie einigen Grünpflanzen für die Dekoration unterstützt, so dass wir in möglichst gemütlicher Atmosphäre Ängste abbauen, informieren und die Registrierung per Wattestäbchen und Fragebogen vornehmen konnten, so Franziska Mieland. Ihr Mitstreiter Lukas Karau ergänzt: Jährlich erkranken ca. 10.000 Menschen in Deutschland an Leukämie, wobei für jeden fünften Patienten ein passender Spender fehlt. Benötigt wird jemand mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen, um eine lebensrettende Stammzell-Transplantation durchführen zu können - wir hoffen, dass wir mit unserer Aktion dazu beitragen konnten, dass Blutkrebs bald gänzlich besiegt wird.

Die Aktion stieß auf große Resonanz. Anna Hofmann, angehende Wirtschaftspsychologin, sorgte als 250. Typisierte für großen Jubel: Ich habe beim Internationalen Abend von der Aktion erfahren. Anlässlich dieser Party hatte die Projektgruppe am Kochwettbewerb teilgenommen und für ihr Anliegen sensibilisiert. Ich wollte sofort dabei sein. Meine Großmutter - ich nenne sie Mima - wäre bestimmt stolz auf mich, hofft die 27-Jährige. Niklas Schlieker, Student des Tourismusmanagements aus Stahle in Ostwestfalen-Lippe, war als freiwilliger Helfer vor Ort. Ich habe 2012 Knochenmark gespendet - aus dem Beckenkamm. Diese Prozedur wird nur in fünf Prozent der Fälle angewandt und ist mit einer Vollnarkose und einem stationären Aufenthalt aufwändiger als die periphere Stammzellenentnahme. Diese hingegen trifft für 80 Prozent der Spenden zu. Dabei wird eine Woche lang ein spezielles Medikament gespritzt - dann wird lediglich Blut entnommen. Ein Krankenhausaufenthalt oder eine Narkose sind nicht nötig, so der 21-Jährige. Er hatte kaum Beschwerden oder Nebenwirkungen und möchte andere dafür gewinnen, ebenfalls zu helfen. Die Aktion an der Hochschule Harz ist eine gute Sache, ich wollte unbedingt dabei sein und unterstützen, so der Student. Auch Katrin Grothe von der DKMS zeigte sich begeistert: Wir sind sehr zufrieden mit dieser gelungenen Veranstaltung. Es ist fantastisch, was die jungen Leute auf die Beine gestellt haben. Dem wichtigen Ziel, möglichst viele potentielle Spender zu registrieren, sind wir wieder einen kleinen Schritt näher gekommen. Weitere Informationen:http://www.hs-harz.de
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