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Wirtschaft und Wissenschaft in Baden-Württemberg bleiben in vielen Bereichen führend

19.02.2014 - (idw) Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

In einer aktuellen Studie für die Baden-Württemberg Stiftung erforscht das Fraunhofer ISI, wie das Bundesland als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort im nationalen wie internationalen Vergleich aufgestellt ist. Der Fokus liegt auf den operativen Schwerpunkten der Stiftung, wie Klimawandel und Energie, Nachhaltige Mobilität und Lebenswissenschaften. Die Studie kommt dabei zu dem Fazit, dass sich sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaft auf einem hohen Niveau bewegen, auf der internationalen Ebene aber auch zunehmend unter Druck geraten. Um weiterhin zur Weltspitze zu gehören, sollten baden-württembergische Unternehmen und Forschungseinrichtungen deshalb ihre internationale Ausrichtung intensivieren und die Grundlagenforschung noch stärker mit der Anwendungsforschung verzahnen.

Die Baden-Württemberg Stiftung unterstützt mit ihren Programmen die Forschung in Baden-Württemberg und möchte hiermit erreichen, dass das Bundesland auch in Zukunft eine Spitzenposition im internationalen Wettbewerb einnimmt. Um dabei nun Erkenntnisse über die aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Wissenschaft, deren Leistungsfähigkeit und die künftigen Herausforderungen zu erhalten, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in ihrem Auftrag die Studie Strategische Forschung Eine Analyse zu den operativen Schwerpunkten der Baden-Württemberg Stiftung durchgeführt. Dr. Rainer Frietsch, Projektleiter der Studie am Fraunhofer ISI, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: Die Studie zeigt, dass sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft in Baden-Württemberg einen maßgeblichen Anteil zu den Innovationen in Deutschland beisteuern und auch international einen hervorragenden Ruf genießen. Zudem erweisen sich die Forschungsschwerpunkte der Stiftung darin als ausgesprochen dynamisch. Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung betont: Durch die Ausrichtung auf zukunftsweisende Themen und deren gezielte Förderung trägt die Stiftung dazu bei, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft ein exzellenter Wissenschaftsstandort bleibt.

Im Themenbereich Klima und Energie verfügt das Land über ausgewiesene Kompetenzen und hat hier sehr viele Patentanmeldungen und wissenschaftliche Publikationen vorzuweisen, welche in der Studie die methodische Basis zur Beurteilung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit darstellen. Das Wissenschaftssystem tut sich besonders auf den Gebieten Energieeffizienz und Energiespeicher hervor, während die industriellen Stärken vor allem im Photovoltaik- und Solarsektor sowie den Energiespeicher- und Energieverteilungstechnologien liegen.

Zudem bestätigt die Studie die ausgewiesenen industriellen und wissenschaftlichen Kompetenzen Baden-Württembergs im Themengebiet Nachhaltige Mobilität. Diese sind zum Teil auf die industriestrukturellen Schwerpunkte im Automobilbau zurückzuführen, die hier erworbene Vorreiterrolle lässt sich jedoch nicht automatisch auf den Bereich Elektromobilität übertragen, da dies eine Neuausrichtung des gesamten Industriezweigs erfordert. Die Innovationspolitik des Landes sollte dies berücksichtigen.

Des Weiteren widmet sich die Studie auch den Themenfeldern Lebenswissenschaften und Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Ressourcenschonung und Umweltschutz, die ebenfalls operative Schwerpunkte der Stiftung darstellen. Dabei zeigt sich, dass die wissenschaftliche Forschung und das industrielle Profil auch hier Exzellenzpotenzial aufweisen, jedoch noch besser aufeinander abgestimmt werden können. Als Beispiel lassen sich die wissenschaftlichen Kompetenzen in den Lebenswissenschaften nennen, die im industriellen Sektor Baden-Württembergs aber noch nicht in vollem Umfang ausgeschöpft werden.

Damit Baden-Württemberg auch in Zukunft in wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen zur nationalen und internationalen Spitze gehören kann, bedarf es jedoch weiterer Anstrengungen. Das Fraunhofer ISI empfiehlt dabei, die Grundlagen- und Anwendungsforschung künftig noch mehr zu verzahnen, wozu die Baden-Württemberg Stiftung bereits heute durch eine Vielzahl an geförderten Projekten beiträgt. Dr. Rainer Frietsch unterstreicht hierbei: Wenn aus den vorhandenen und zukünftigen Ideen und Technologien in Baden-Württemberg noch mehr Produkte und Innovationen entstehen sollen, bedarf es zudem einer Ausweitung der anwendungsorientierten Forschung.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil für den künftigen Erfolg von Wirtschaft und Wissenschaft in Baden-Württemberg besteht laut der Studie zudem in einer intensiveren internationalen Vernetzung. Im Gegensatz zu den Forschungseinrichtungen, die hinsichtlich internationaler Kooperationen etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen, ist die Bereitschaft hierzu im Unternehmensbereich weniger stark ausgeprägt und Erfindungen werden seltener gemeinsam mit ausländischen Partnern getätigt als dies in Unternehmen anderer Bundesländer der Fall ist. Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft sollte noch mehr internationaler Austausch betrieben werden, um die sich hierbei bietenden Chancen zur Wissensteilung und -erweiterung zu nutzen.

Die Studie Strategische Forschung Eine Analyse zu den operativen Schwerpunkten der Baden-Württemberg Stiftung kann unter http://www.bwstiftung.de/uploads/tx_ffbwspub/Endbericht_Strategische_Forschung.p... heruntergeladen werden.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung
und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.


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