Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 12. Dezember 2019 

Workshop: Zwischen Transparenz und Rufmord Die Folgen der Plagiatsjagd

19.02.2014 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

In der gegenwärtigen Debatte um Plagiate wird selten betont, dass der kleinen Zielgruppe von promovierten Politikern eine große Masse gewissenhaft arbeitender und zunehmend verunsicherter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gegenübersteht. Ebenso bleibt das zugrundeliegende Wissenschaftsverständnis unklar: Stehen Wissenschaftler tatsächlich auf den Schultern von Riesen? Welche Folgen hat diese Debatte für eine kreative Wissenschaftskultur? Welche praktischen Konsequenzen hat die Debatte für die Arbeit des wissenschaftlichen Nachwuchses? Diese und weitere Fragen diskutieren Expertinnen und Experten am 12. März 2014 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Die Konflikte und Anschuldigungen bezüglich promovierter Politiker haben auch Auswirkungen auf den täglichen Wissenschaftsbetrieb. Unter der Überschrift Rufmord darf sich nicht lohnen haben die KWI-Autoren Frederic Hanusch und Claus Leggewie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach den Folgen und Nebenwirkungen der Plagiatsjägerei gefragt, wie sie bisher betrieben wurde. Diese Diskussionen verlaufen zwar zunächst in einem öffentlichen Raum mit dem legitimen Anspruch auf Aufklärung von Fehlverhalten, führen aber nicht selten zu vorschnellen Verurteilungen und zweifelhaften Bemühungen geschäftsträchtiger Plagiatsjäger. Im Rahmen des Workshops sprechen ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über den aktuellen Stand der Plagiatsforschung, unterschiedliche Kontrollmechanismen und das dahinter stehende Wissenschaftsverständnis. Darüber hinaus werden "Essener Thesen" formuliert, die praxisnah den wünschenswerten Umgang mit Zitation und Plagiarismus zum Wohle gegenwärtiger und zukünftiger Promovierender adressieren und somit einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion leisten, welche Lehren aus den (tatsächlichen und vermeintlichen) Plagiatsaufdeckungen der vergangenen Jahre zu ziehen sind.

Referentinnen und Referenten:
Christoph Bieber (Welker-Stiftungsprofessor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft, Universität Duisburg-Essen), Brun-Otto Bryde (Bundesverfassungsrichter a.D., Universität Gießen), Claus Leggewie (Politikwissenschaftler und Direktor des KWI), Philipp Theisohn (SNF-Förderprofessor am deutschen Seminar der Universität Zürich), Debora Weber-Wulff (Professorin für Internationale Medieninformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin) und Christiane Wüllner (Managing Director an der RUB Research School).

Wissenschaftliche Leitung und Organisation:
Gunnar Fitzner, Frederic Hanusch und Marcel Siepmann (KWI)

Datum: 12. März 2014, 10 bis 18 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (Gartensaal), Goethestraße 31, 45128 Essen
Anmeldung bis zum 6. März 2014 bei
Maria Klauwer, KWI, Tel. 0201 7204-153, maria.klauwer@kwi-nrw.de

Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressereferentin, KWI, Tel. 0201 7204-152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de

Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-579.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/angeblicher-plagiats... (FAZ, 9.10.2013)

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder Kulturen des Europäischen, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, Bürgerbeteiligung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

http://www.kulturwissenschaften.de
uniprotokolle > Nachrichten > Workshop: Zwischen Transparenz und Rufmord Die Folgen der Plagiatsjagd
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/273244/">Workshop: Zwischen Transparenz und Rufmord Die Folgen der Plagiatsjagd </a>