Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Januar 2020 

Mein größter Wunsch ist, dass meine Mutter diese Krankheit niemals bekommen hätte

19.02.2014 - (idw) Evangelische Hochschule Berlin (EHB)

Fachtag zum Forschungsprojekt Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien an der EHB.
Forscher_innen der EHB, ASH und Charité präsentieren erste Ergebnisse und Interviews.
Neben fachlichem Austausch und Diskussion sollen gemeinsam Handlungsperspektiven erarbeitet werden. Im Rahmen eines Fachtages zu dem Forschungsprojekt Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien präsentiert das Forscher_innenteam um Professorin Dr. Olivia Dibelius, Beauftragte im Studiengang Pflegemanagement, die ersten Projektergebnisse. Die vom An-Institut INIB (Institut für Innovation und Beratung an der EHB) initiierte Veranstaltung findet am 20. Februar von 10.00 bis 15.30 Uhr an der Evangelischen Hochschule Berlin in Zehlendorf statt. Neben fachlichem Austausch und Diskussion der Expert_innen zum Thema stehen weitere Präsentationen auf dem Programm. Dr. Liane Schenk, vom Institut für Medizinische Soziologie an der Charité, stellt ihre Untersuchung zur Pflegesituation älterer Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft vor und Professorin Dr. Gudrun Piechotta-Henze, Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement an der ASH, referiert zu Ergebnissen der Interviews mit Angehörigen. Neben fachlichem Austausch und Diskussion werden die Teilnehmer_innen der Tagung auch gemeinsam Handlungsperspektiven erarbeiten.

Demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten sind dem Dreifachrisiko Alter, Demenz und Migration ausgesetzt. Auch ihre pflegenden Angehörigen sind überdurchschnittlich belastet. Migrationsbedingte Hürden wie z.B. mangelnde Deutschkenntnisse verhindern häufig den Zugang zu den Regelleistungen des deutschen Gesundheitssystems. Damit sind sie häufiger von frühzeitiger Pflegebedürftigkeit, sozialer Isolation und Verarmung betroffen. Obwohl es zunehmend Beratungsstellen für demenziell erkrankte Menschen gibt, mangelt es an Angeboten für diese spezielle Personengruppe. Ziel des Forschungsprojekts ist es u. a. eine Erhebung der Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen sowie eine Ist-Analyse der Informations- und Beratungsangebote in Berlin. Darauf basierenden sollen Entlastungsangebote für Angehörige durch Beratung, niedrigschwellige Leistungen und Schulungen sowie Schulung von professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden entwickelt und etabliert werden. Darüber hinaus möchten die Forscher_innen die Erkrankung Demenz durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit enttabuisieren.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Olivia Dibelius (Studiengang Pflegemanagement, EHB), Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin (Studiengang Bachelor of Nursing, EHB) und von Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze (Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement & Management und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen, ASH) durchgeführt und ist am Institut für Innovation und Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin e.V. angesiedelt. Zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Dipl. Pflegewirtin (FH) Yve Weidlich von der EHB und Dilek Yalniz, Gesundheits- und Pflegemanagerin (B. A.), der ASH unterstützen die Projektdurchführung.

Fachtag: Forschungsprojekt Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien. Eine Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen.
Datum: 20. Februar 2014
Zeit: 10.00 bis 15.30 Uhr
Ort: Evangelische Hochschule Berlin (EHB), Haus F, Raum F 207 Weitere Informationen:http://www.eh-berlin.de Anhang
Einladung und Programm des Fachtages
uniprotokolle > Nachrichten > Mein größter Wunsch ist, dass meine Mutter diese Krankheit niemals bekommen hätte
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/273250/">Mein größter Wunsch ist, dass meine Mutter diese Krankheit niemals bekommen hätte </a>