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Alle Ampeln auf Grün: Schülerinnen bauen Auto mit Wasserstoffantrieb

20.02.2014 - (idw) FH Aachen

Die Ingenieurinnen von morgen testen die Technologien von morgen: Mit Hilfe der Sparkasse Aachen sowie des Rotary Clubs Aachen-Charlemagne hat die
FH Aachen zehn Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufen des Aachener Couven-Gymnasiums die Chance geboten, sich mit dem Thema regenerative Mobilität und insbesondere Brennstoffzellenantrieb auseinanderzusetzen. Jetzt präsentierten die Schülerinnen die Ergebnisse des Projekts HySpaRot 2013 ihren Familien und den Sponsoren. Wenn von der Mobilität der Zukunft die Rede ist, dann geht es unter anderem um Fahrzeuge, die mit Wasserstoff betankt werden. Alle großen Automobilhersteller entwickeln derzeit Konzepte, wie Brennstoffzellenautos aussehen können. Diese Technologie bietet zwei Vorteile: Sie verringert die Abhängigkeit von der knapper werdenden Ressource Öl, zudem lässt sich Wasserstoff bei entsprechender Infrastruktur ausschließlich unter Nutzung regenerativer Energien wie Wind und Sonne gewinnen.
Genau diese Prozesskette haben die zehn Schülerinnen beim HySpaRot-Projekt kennengelernt: In einer ersten Veranstaltung beschäftigten sie sich mit der regenerativen Energiegewinnung in Form von Windkraft und Photovoltaik. Beim zweiten Treffen ging es um die Energieumwandlung in diesem Fall um die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse. Die dritte und letzte Veranstaltung stand schließlich im Zeichen unterschiedlicher Arten der Energienutzung in der Antriebstechnik. Die Schülerinnen bauten Modellautos auf und zwar je eins mit einem Verbrennungsmotor und mit einem Brennstoffzellenantrieb.
Anhand von Fahrversuchen fanden die Schülerinnen heraus, welche Eigenschaften konventionell betriebene und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge aufweisen. Das schlechte Wetter stellte die Technik dabei vor besondere Herausforderungen mit ihrem Einsatz schafften die Schülerinnen es aber, die Autos trotz Regen und Kälte fahren zu lassen und die Tests durchzuführen.
Der Rektor der FH Aachen, Prof. Dr. Marcus Baumann, betonte, es sei ein wichtiges Anliegen der Hochschule, mehr junge Frauen für ein Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften zu begeistern. Er würdigte das große Engagement der Teilnehmerinnen im HySpaRot-Projekt und dankte den Sponsoren, die die Umsetzung dieses ambitionierten Projekts überhaupt erst möglich gemacht hätten.
Annette Wobbe, die Präsidentin des Rotary Clubs Aachen-Charlemagne, erläuterte, der Club fördere Bildungsprojekte, um Kinder und Jugendliche an musische Fächer, aber auch an Naturwissenschaft und Technik heranzuführen. Der Berufsdienst des Clubs wird von der stellvertretenden Vorsitzenden des Hochschulrats der FH Aachen, Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Engeln-Müllges, betreut, die es sich am Samstag nicht nehmen ließ, sich selbst ein Bild von dem Projekt und von der Arbeit der Schülerinnen zu machen.
Dr. Christian Burmester von der Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen bekräftigte, es sei ein Anliegen der Sparkassen-Stiftungen, Projekte zu fördern, die sonst nicht durchführbar wären. Ein wesentlicher Beitrag zur Durchführung des Projekts kam auch aus dem Etat der Gleichstellungsbeauftragten der FH Aachen. Andrea Stühn sagte, die Hochschule habe ein besonderes Interesse daran, Schülerinnen zu fördern und sie zu motivieren, sich mit technischen Themen zu befassen.

Prof. Dr. Günter Feyerl, der die Schülerinnen gemeinsam mit Fachbereichs-mitarbeitern betreut, sieht in dem Projekt gleich einen doppelten Reiz: HySpaRot soll Spaß machen und die Neugier auf Ingenieurwissenschaften schüren, es soll den Teilnehmerinnen aber auch erste Entscheidungshilfen für die berufliche Zukunft geben. Wichtig war dabei das Zusammenspiel von theoretischen Vorlesungen und praktischen Übungen. Das Projekt wurde von drei Schülern der Film-AG des Couven-Gymnasiums dokumentiert. Sie begleiteten die Schülerinnen bei den Veranstaltungen und erstellen nun einen Kurzfilm, der 14- bis 16-jährigen Mädchen Lust auf Technik machen soll.
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