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"Wer schreibt, provoziert" - Lesung zu Marcel Reich-Ranicki

20.02.2014 - (idw) Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

Lesung am Herder-Institut am 18. März 2014, 17.45 Uhr
im Lesesaal der Bibliothek des Herder-Instituts
Thomas Anz liest Textauszüge aus "Mein Leben", "Über Ruhestörer" und weiteren Werken von Marcel Reich-Ranicki.

Begleitend sehen Sie Materialien aus der Forschungsbibliothek und den wissenschaftlichen Sammlungen des Herder-Instituts. Marcel Reich-Ranicki wurde 1920 in Wloclawek an der Weichsel geboren. In Berlin legte er 1938 am Fichte-Gymnasium das Abitur ab. Er wurde jedoch als polnischer Jude nicht zum Studium zugelassen. Im Herbst 1938 wurde er verhaftet und nach Polen deportiert. Er lebte zunächst in Warschau und ab 1940 im Warschauer Getto, in dessen Verwaltung er als Übersetzer tätig war. 1941 wird er Mitarbeiter des Getto-Untergrundarchivs. Im Februar 1943 gelang, ihm zusammen mit seiner Frau, die Flucht aus dem Warschauer Getto. Beide überlebten im Untergrund, wo sie von einem polnischen Ehepaar aufgenommen wurden.

1950 beginnt Ranickis Karriere als Literaturvermittler. Er bekommt eine Anstellung beim Warschauer Verlag als Lektor für deutsche Literatur. Nach einer Reise in die Bundesrepublik 1958 kehrte Reich-Ranicki nicht mehr nach Polen zurück. Als Literaturkritiker in der "Zeit", der "Gruppe 47", der "Frankfurter Allgemeinen" und der Fernsehsendung "Das literarische Quartett" hat er danach das literarische Leben in Deutschland bis zu seinem Tod am 18. September 2013 maßgeblich geprägt. Seine 1999 erschienene Autobiographie "Mein Leben" wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Thomas Anz, Professor für Neuere deutsche Literatur, 1998-2013 an der Philipps-Universität Marburg, liest und kommentiert Textauszüge unter anderem aus "Mein Leben", "Über Ruhestörer", "Lauter Verrisse", "Lauter Lobreden" und "Wer schreibt, provoziert". Weitere Informationen:http://www.herder-institut.de Anhang
Flyer zur Lesung
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