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Stifterverband fördert weiterhin Innovationen

23.01.2004 - (idw) Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

·Der Stifterverband begrüßt das Engagement der Bundesregierung für Innovation und Elitebildung - Präsident Oetker nennt vier Aktionsfelder
·Schwerpunkte in 2004: Aktionsprogramm "Mit dem Bachelor in den Beruf" und Gutachten "Kompetitiver Föderalismus"

Der Stifterverband begrüßt die Absicht der Bundesregierung, sich für Innovation und Elitebildung in der Wissenschaft einzusetzen. Dies sagte Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes, heute auf der Jahrespressekonferenz in Bonn, betonte aber auch: "Das Engagement für Innovation ist kein Placebo zur kurzfristigen Stimmungsaufhellung, sondern eine langfristige Aufgabe".
Oetker erinnerte daran, dass es zu den Kernaufgaben des Stifterverbandes gehört, Innovationen im Wissenschaftssystem voranzutreiben. Er tut dies als Networker zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik durch Förderung modellhafter Projekte und Ideen. Oetker empfahl der Bundesregierung, die Erfahrungen und Erfolge des Stifterverbandes zu nutzen.

Oetker nannte vier Aktionsfelder, um Innovation und Elitebildung in der Wissenschaft voranzutreiben:
1 - Evaluation des staatlichen Forschungssystems. Um die allseits beklagte Versäulung des Wissenschaftssystems und dadurch mangelnde Flexibilität gegenüber neuen grenzüberschreitenden Arbeitsweisen aufzubrechen, bedarf es einer Evaluation des staatlichen Forschungssystems als Ganzes.
2 - Entwicklung eines Kompetitiven Föderalismus Die Misch-Zuständigkeiten und -Finanzierungen zwischen Bund und Ländern für Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen müssen komplett neu organisiert werden (Stichwort: Entflechtung), um einen Wettbewerb zwischen den Ländern in Gang zu setzen.
3 - Mehr Autonomie und Selbstbestimmung für die Hochschulen. Um die Elitebildung an den Hochschulen zu ermöglichen, sagte Oetker, "muss ihnen endlich mehr Unabhängigkeit zugestanden werden". Das beginne mit der Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes, ginge über das Recht zur Selbstauswahl der Studierenden und der Erhebung von Studiengebühren bis hin zu einer markt- und leistungsgerechten Bezahlung der Professoren und einer deutlich verbesserten Betreuung der Studierenden. "Ohne erhebliche staatliche Investitionen können sich deutsche Hochschulen nicht zu Eliteuniversitäten entwickeln," stellte Oetker klar.
4 - Wesentliche Aufstockung der Mittel für Forschung und Entwicklung (FuE). Die Wirtschaft erfülle ihren Part seit Jahren mit wachsender Tendenz, ihr Anteil an den FuE-Aufwendungen am BIP stieg von 1995: 61,1 % auf 2000: 65,5 % während der Anteil des Staates kontinuierlich sank. Eine Nullrunde für die staatliche Forschung wie im vergangenen Jahr "können wir uns nicht noch einmal leisten", sagte Oetker.

Schwerpunkte in 2004

Der Stifterverband wird in 2004 das Thema "Kompetitiver Föderalismus" intensiv bearbeiten. So wird ein Gutachten zur Entflechtung von Bund-Länder-Zuständigkeiten in Auftrag gegeben. Darin sollen die geschichtliche Entwicklung, die momentane Aufgabenverteilung und Empfehlungen für die Zukunft enthalten sein. Im November wird es das Thema des Villa-Hügel-Gesprächs 2004 werden, eines im zwei Jahre Rhythmus vom Stifterverband veranstalteten Diskussionsforums mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Mit seinem neuen Aktionsprogramm "Mit dem Bachelor in den Beruf" will der Stifterverband sein Engagement für die Einführung der neuen Studienabschlüsse fortsetzen und insbesondere die Einbindung der Wirtschaft in die Neukonzeption von Studiengängen vorantreiben.

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