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Dresdner Arbeitsgespräche zur Kunstgeschichte II "IMITATIO ARTIS im Mittelalter"

23.01.2004 - (idw) Technische Universität Dresden

"Imitatio Artis" umschreibt ein grundsätzliches künstlerisches Problem, nämlich die Art und Weise der Auseinandersetzung mit Vorbildern. In der Praxis kann dies von der genauen Kopie über die freie Nachahmung, die kritische Reflexion bis hin zum Übertrumpfen von repräsentativen Kunstwerken reichen.
Dabei gab und gibt es eine jeweils epochenspezifische Imitatio. Für die Moderne ist das Thema "Kunst über Kunst" geradezu konstituierend, ebenso wie für die diversen Historismen oder auch für die Renaissance.

Zu diesem Thema veranstaltet das Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TUD am 6. und 7. Februar 2004 im Hörsaal 1, August-Bebel-Straße 20, das Kolloquium "Imitatio artis im Mittelalter".

Im Rahmen des Kolloquiums soll gezeigt werden, wo mittelalterliche Imitatio in die Reihe der abendländischen Imitatio-Konzepte zu situieren ist, welche ihre spezifischen Eigenarten waren und wie sie in der Neuzeit nachlebte.
Das komplexe Themenfeld wird innerhalb des Kolloquiums in unterschiedlichen Sektionen analysiert: Einleitend werden für die Kunst relevante philosophische und theologische Imitatio-Konzepte vorgestellt. Ebenso soll die Problematik aus literatur- und musikwissenschaftlicher Sicht beleuchtet werden.
Die folgende Sektion ist der Imitatio in den Bildkünsten gewidmet, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Untersuchung der religiös-didaktischen Funktion von Imitatio liegt - ein Aspekt, dessen Erforschung erst in jüngster Zeit eingesetzt hat.
Imitatio in der Architektur ist eine weitere Sektion gewidmet, wobei zunächst die in den letzten Jahrzehnten entwickelten "Zitat-Theorien" der Kunstgeschichte einer kritischen Revision unterzogen werden, um danach zu einer differenzierteren, kontextgenaueren Rekonstruktion des Phänomens zu gelangen. Schließlich wird in einer weiteren Sektion die Praxis der mittelalterlichen Imitatio anhand von bildlichen Quellen, insbesondere Musterbüchern und Ornamentstichen, dargestellt.

An dem Kolloquium nehmen Wissenschaftler aus dem In- und Ausland teil, die sich in den letzten Jahren mit der Thematik beschäftigt haben. Zugleich werden diese Forschungen hier erstmals gebündelt und in einen systematischen Rahmen eingebettet.
Eine Fortsetzung der Kolloquiumsreihe mit Themen wie "Imitatio im Film" und "Imitatio im Historismus" ist in Vorbereitung.

Informationen für Journalisten: Prof. Bruno Klein, Tel. 0351 463-35828, E-Mail: Bruno.Klein@mailbox.tu-dresden.de

Das ausführliche Programm steht im Internet unter
http://www.tu-dresden.de/phfikm/Kunstgeschichtefinal/Aktuellesframe.html
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