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Wittener Studierende helfen albanischen Kommilitonen

23.01.2004 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Studentische Initiative bietet in Albanien jetzt auch Wirtschaftsseminare an

Wie helfen Sie einem Unfallopfer? Wie würden Sie Albanien als Markenartikel entwickeln? Solche Fragen stehen im Mittelpunkt von Seminaren, die Wittener Studierende an der Universität Tirana veranstalten. Seit knapp zwei Jahren engagiert sich die Studentische Organisation Pro Albanien (SOPA) der Universität Witten/Herdecke für Kommilitonen in Tirana. Neben medizinischen Themen stehen seit neuestem auch wirtschaftswissenschaftliche Inhalte auf dem Programm.

"Was in unserem Studium fehlt, ist jeglicher Praxisbezug. Wir fühlen uns auf das Berufsleben schlecht vorbereitet", sagt Daniela Kondraxhiu, Business-Studentin im 3. Studienjahr an der Universität Tirana. Sie gehörte zu den Teilnehmern des ersten wirtschaftswissenschaftlichen Seminars, dass die SOPA in Albanien ausgerichtet hat. Unter der Leitung von Dr. Christoph Herrmann, einem Wittener Promovenden der Wirtschaftswissenschaft, ging es Ende vergangenen Jahres um das Thema strategisches Markenmanagement. "Die albanischen Studierenden sollten ihr Land unter Marketinggesichtspunkten möglichst positiv darstellen", erläutert Jessica Schicks, Wittener Wirtschaftsstudentin und eines von aktuell 15 aktiven SOPA-Mitgliedern.

Die Lehrangebote in Tirana, zu denen die Wittener Studierenden stets erfahrene Dozenten einladen, streben einen möglichst hohen Realitätsbezug nach Wittener Vorbild an. Begonnen haben die Hilfestellungen der SOPA für ihre albanischen Kommilitonen vor zwei Jahren mit Seminaren zu medizinischen Notfallmaßnahmen. Dabei ging es zunächst ganz praktisch um das Anlegen von Verbänden und das Bergen Bewusstloser. Auch eine Modellpuppe hatten die Wittener mit im Gepäck. Solche Übungsmaterialien, wie Lehrmittel überhaupt, sind in Albanien, dem ärmsten Land Europas, Mangelware. Die Wittener Studierenden, die, wie auch die Dozenten, ehrenamtlich tätig sind, verstehen ihr Engagement nicht als einseitige Entwicklungshilfe, sondern als Dialog zwischen zwei Kulturen. Für die nächsten Monate sind bereits weitere Seminare geplant.

Informationen: www.proalbanien.de; info@proalbanien.de
Ansprechpartnerin: Jessica Schicks, Tel.: 02302/401286
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